Christian Scheid-Kolumne

Tele Columbus: Auf dem Prüfstand


Tele Columbus: Auf dem Prüfstand | finanzen.net

Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus hat den Rückgang seiner TV-Erlöse im zweiten Quartal durch Zugewinne im Großkundengeschäft nahezu ausgleichen können.

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Der Kernumsatz ohne Bauumsätze sank nur um 0,9 Prozent auf 116,4 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg dagegen um gut 13 Prozent auf 57,1 Mio. Euro. Tele Columbus machte hierfür deutlich niedrigere Einmalaufwendungen und geringere Betriebskosten verantwortlich. "Wir machen weitere Fortschritte, wie die solide operative Leistung im zweiten Quartal zeigt", erklärte Konzernchef Daniel Ritz. Zudem bestätigte der Vorstand seine Prognose für das Gesamtjahr 2020 erneut. Demnach sollen die Umsätze zwischen 465 Mio. und 475 Mio. Euro herauskommen. Beim Ebitda stehen zwischen 225 Mio. und 230 Mio. Euro auf der Agenda. Insgesamt sprach Tele Columbus dennoch von einem "strukturell herausfordernden Umfeld". Wohl auch deshalb lässt Tele Columbus gemeinsam mit Beratern Optionen für sein Glasfasernetz eruieren. Im vierten Quartal soll die Entscheidung fallen. In Nebenwertenkreisen heißt es, die wahrscheinlichste Variante sei ein Verkauf, da damit die größten Werte gehoben werden könnten. Zwar könnten im Zusammenhang mit der strategischen Überprüfung einmalige Kosten anfallen. Dennoch sollten die positiven Effekte überwiegen. Für anhaltende Phantasie sorgt die Aktionärsstruktur: Ende 2019 war die Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet mit 12,3 Prozent eingestiegen. Größter Aktionär ist mit 29,7 Prozent United Internet. Kurzum: Long-Investments könnten sich lohnen. Dazu bietet sich beispielsweise ein Turbo von Morgan Stanley an, der aktuell einen Hebel von knapp 2,5 aufweist (ISIN DE000MC783U2).


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