Christian Scheid-Kolumne

Volkswagen: IPO-Pläne haben Bestand


Volkswagen: IPO-Pläne haben Bestand | finanzen.net

Der Volkswagen-Konzern ist wegen Problemen mit der Chipversorgung und Corona-Beschränkungen weiter in einem Tief bei den Verkaufszahlen.

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Im Mai gingen die Auslieferungen weltweit gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,5 Prozent auf 658.300 Fahrzeuge zurück. In den ersten fünf Monaten liegt der Konzern damit bei 3,07 Mio. an die Kunden übergebenen Fahrzeugen, das ist gut ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Probleme machen noch immer die mangelnden Elektronikchips, und im wichtigen Markt China laufen die Verkäufe nach den weitreichenden Corona-Lockdowns in vielen Regionen erst wieder hoch. Bei den Chips rechnet VW-Chef Herbert Diess nach jüngsten Aussagen im zweiten Halbjahr mit etwas Entspannung, auch in China dürfte sich die Lage allmählich wieder bessern. Für Rückenwind könnte der weiter geplante Börsengang der Volkswagen-Tochter Porsche sorgen. Der Vorstand des Sportwagenbauers sieht trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keinen Grund, das geplante IPO abzusagen. Die Vorbereitungen dafür liefen auf Hochtouren, sagte Vorstandschef Oliver Blume der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Auch Konjunktursorgen, das Börsenumfeld und der Krieg in der Ukraine brächten Porsche nicht von dem Vorhaben ab. "Wir waren in der Vergangenheit in jeder Krise robust und finanziell stark unterwegs", so Blume. Investoren sehnten sich nach stabilen Werten. Es sei viel Kapital im Markt. Zur IPO-Phantasie kommt die äußerst niedrige Bewertung der Aktie. Vor diesem Hintergrund bleibt das Bonus Cap von Vontobel aus ZJ 10.2022 interessant. Bei einem Sicherheitspuffer von zehn Prozent beträgt die Maximalrendite im März kommenden Jahres 30,3 Prozent.

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Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete.


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