Geldpolitik

EZB setzt stärker auf Daten als auf neutralen Zins


EZB setzt stärker auf Daten als auf neutralen Zins

Die Europäische Zentralbank (EZB) orientiert sich nach Aussage ihres Chefvolkswirts Philip Lane bei der Ausrichtung ihrer Geldpolitik an Preis- und Aktivitätsdaten und weniger am Konzept des sogenannten neutralen Zinses.

"Was sehen wir in den Preisdaten? Was sehen wir in den Aktivitätsdaten? Was sehen wir bei der Übertragung (der Geldpolitik in die Realwirtschaft)?", sagte er in einem Podcast der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Werbung

Zwar seien "Narrative" wie das des neutralen Zinses wichtig, um etwa im Falle einer Inflation von deutlich über 2 Prozent die Botschaft zu übermitteln, dass die Zinsen nun steigen müssten. "Aber jetzt, wo wir uns dieser Zone nähern, sollten wir nicht über Neutralität reden, sondern darüber, was angemessen ist", fügte er hinzu.

Der neutrale Zins ist ein nicht messbarer Zins, oberhalb dessen die Geldpolitik restriktiv wirkt, unterhalb aber stimulierend. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte kürzlich eine Spanne von 1,75 bis 2,25 Prozent genannt. Der EZB-Leitzins liegt gegenwärtig bei 2,75 Prozent.

Die EZB veröffentlicht am Freitag ein Papier, in dem sie verschiedene Schätzungen des neutralen Zinses vorstellen wird.

DOW JONES

Bildquellen: Peter Stein / Shutterstock.com, Petronilo G. Dangoy Jr. / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.