ROUNDUP: Japanische Notenbank hebt Leitzins wie erwartet auf 31-Jahres-Hoch


TOKIO (dpa-AFX) - Die japanische Zentralbank hat den Leitzins unter anderem wegen der Folgen des Iran-Kriegs wie erwartet weiter angehoben. Der Zinssatz wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1995 nach oben gesetzt, teilte die japanische Notenbank (BoJ) am Freitag in Tokio mit. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 2 Stimmen. Experten hatten mit einer Erhöhung in dieser Größenordnung gerechnet.

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Die japanischen Währungshüter hatten den Leitzins zuletzt im Juni erhöht. Es ist die zweite Erhöhung in diesem Jahr und die sechste seit dem Ende der Epoche mit einem negativen Leitzins in Japan. Im März 2024 hatte die japanische Zentralbank erstmals nach 17 Jahren den Zinssatz wieder erhöht.

Da sich in der Mitteilung keine Hinweise auf weitere Zinsschritte befanden, verlor die japanische Währung Yen nach der Entscheidung an Wert. Am Tokioter Aktienmarkt ging es dagegen nach oben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte bis zu zwei Prozent zu.

Notenbank-Präsident Kazuo Ueda erläutert ab 8.30 Uhr (MESZ) die Entscheidung. Investoren erhoffen sich dabei Hinweise auf die weitere Vorgehensweise der Notenbank, um die Preissteigerung im Griff zu behalten.

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Mit der Anhebung zieht die BoJ der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Fed nach. Die EZB hatte vergangene Woche den Leitzins erhöht und in den USA wurde dieser am Mittwoch angehoben. Dies sorgte für zusätzlichen Zugzwang, da die japanische Währung Yen dadurch mittelfristig wieder stärker unter Druck geraten könnte.

Dies fördert zwar die japanischen Exporte, erhöht aber auch die Preise für Importe. Japan muss wie zum Beispiel Deutschland Energieträger wie Gas und Öl

größtenteils importieren. Ein schwacher Yen treibt daher die Kosten für diese und damit auch die Inflation.

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Im Juli war der Yen im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit 40 Jahren gefallen. In der Folge hatten Japan und die Vereinigten Staaten erstmals seit vielen Jahren gemeinsam am Devisenmarkt eingegriffen und Yen gekauft. Danach hatte sich der Kurs des Yen etwas erholt, befindet sich aber immer noch auf sehr niedrigem Niveau./zb/stk

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