"Zurück im Wachstumsmodus"

Wacker Neuson-Aktie im Plus: Wacker Neuson steigert Überschuss zum Jahresstart klar


Wacker Neuson-Aktie im Plus: Wacker Neuson steigert Überschuss zum Jahresstart klar

Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson hat dank guter Geschäfte und Einsparungen zum Jahresstart auch unter dem Strich mehr verdient.

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Der Überschuss legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 29,1 Millionen Euro zu und verdreifachte sich damit fast, wie das im Nebenwerteindex SDAX notierte Unternehmen am Montag in München bei der Vorlage ausführlicher Zahlen mitteilte. Der derzeitige Vorstandsvorsitzende und Finanzchef Kurt Helletzgruber zeigte sich zufrieden: "Wir sind zurück im Wachstumsmodus - und das bei deutlich gesteigerter Profitabilität."

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An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die Wacker Neuson-Aktie stieg kurz nach Handelsstart um rund 3,6 Prozent und damit auf ein Hoch seit Mai 2019. Zuletzt legte das Papier um rund 1,8 Prozent zu auf 24,62 Euro.

Wie schon bekannt, stieg der Umsatz im ersten Quartal nach einer positiven Entwicklung wichtiger Märkte um rund sechs Prozent auf 434 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte auch wegen geringerer Kosten um gut die Hälfte auf 43,6 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge stieg um drei Prozentpunkte auf 10 Prozent. Im Vorjahr hatte Wacker Neuson erste Auswirkungen der Corona-Krise bereits zu spüren bekommen.

Nun erwiesen sich sowohl die Segmente Europa als auch Asien-Pazifik als Wachstumstreiber für den Baumaschinenhersteller. Besonders positiv habe sich das Geschäft in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie in Osteuropa, Benelux und Großbritannien entwickelt, hieß es. Dabei profitierte Wacker Neuson von guten Geschäften mit Baggern, Dumpern und Geräten der Verdichtungstechnik. Auch im Dienstleistungsgeschäft lief es rund.

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Nach dem mehrwöchigen Stillstand des chinesischen Produktionsnetzwerks und der Händlerorganisation wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Vorjahr, entwickelten sich die Geschäfte in China besonders stark. Die Erlöse konnten dort mehr als verdoppelt werden. Auch in Australien und Neuseeland berichtete Wacker Neuson Positives. Dagegen musste das Unternehmen in der Region Amerika Einbußen hinnehmen. Hier sei die Investitionsneigung der Kunden insbesondere zu Beginn des Jahres noch zurückhaltend gewesen. Gegen Ende des ersten Quartals habe sich die Geschäftslage dann aber deutlich aufgehellt.

Aus Sicht von Jefferies-Analyst Martin Comtesse habe Wacker Neuson mit den vorgelegten Zahlen gezeigt, dass das Unternehmen sowohl bei seiner Erholung nach der Pandemnie auf Kurs sei als auch mit Blick auf das interne Restrukturierungsprogramm. Der Experte hob zudem die "überraschend starke Marge" hervor

Seine Prognose für das laufende Jahr bestätigte Wacker Neuson trotz des starken Jahresstarts erneut. So rechnet das Unternehmen für 2021 weiter mit einem Umsatzanstieg auf 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro. 2020 waren die Erlöse im Zuge der Corona-Krise im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gesunken. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) soll auf 8 bis 9,5 Prozent steigen nach 4,7 Prozent im Vorjahr. Das Unternehmen verwies aber auch auf weiterhin anhaltende Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld sowie im Bereich der globalen Lieferketten.

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Trotz einer dynamischen Entwicklung beim Auftragseingang, die sich auch zu Beginn des zweiten Quartals fortgesetzt habe, verwies Wacker Neuson auf Herausforderungen, etwa durch die zwischenzeitliche Blockade des Suezkanals. "Wir müssen unsere Produktion derzeit äußerst flexibel fahren, um keine Produktionsslot zu verlieren", sagte Helletzgruber. Zudem sehe sich der Konzern gestiegenen Preisen für Rohstoffe, Komponenten und Transporte ausgesetzt.

Der noch amtierende Konzern- und Finanzchef wird die Verantwortung für das Finanzressort in Kürze abgeben. Denn ab dem 1. Juni wird Christoph Burkhard neuer Finanzchef bei den Münchnern. Helletzgruber ist momentan aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand entsendet und übergangsweise als Vorstands- und Finanzchef tätig.

Burkhard wird laut Mitteilung neben den Finanzen auch die Ressorts Controlling und Risikomanagement, Revision, IT und Absatzfinanzierung verantworten. Zum Antritt seiner neuen Position wird sich bei Wacker Neuson auch an der Konzernspitze eine Veränderung ergeben. So wird auch der neue Vorstandschef Karl Tragl seinen Posten wie geplant und zeitgleich mit Burkhard am 1. Juni antreten. Tragl war zuletzt im Vorstand der Diehl-Gruppe tätig, hatte diese aber Ende 2020 aus persönlichen Gründen verlassen.

Helletzgruber wird dagegen wie geplant wieder in den Aufsichtsrat zurückkehren. Damit ist Wacker Neuson personell auf Führungsebene neu aufgestellt. Ende vergangenen Jahres waren sowohl der damalige Vorstandschef Martin Lehner als auch der damalige Finanzchef Wilfried Trepels aus unterschiedlichen Gründen ausgeschieden.

/eas/mne/jha/

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: OlegDoroshin / Shutterstock.com

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Datum Rating Analyst
26.08.26 Wacker Neuson SE Hold Jefferies & Company Inc.
17.08.26 Wacker Neuson SE Buy Warburg Research
07.05.26 Wacker Neuson SE Buy Warburg Research
07.05.26 Wacker Neuson SE Hold Jefferies & Company Inc.
28.04.26 Wacker Neuson SE Buy Warburg Research

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