674. Ausschüttung in Folge

Monatlicher Zahltag seit Jahrzehnten: Warum die Dividende der Realty Income-Aktie immer weiter wächst


Monatlicher Zahltag seit Jahrzehnten: Warum die Dividende der Realty Income-Aktie immer weiter wächst

Seit 31 Jahren erhöht Realty Income die Dividende praktisch ohne Pause, doch der Aktienkurs hält diesem Tempo nicht immer Schritt.

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  • Realty Income zahlt zum 674. Mal in Folge eine monatliche Dividende aus
  • Es ist bereits die 115. Erhöhung in Folge, verteilt über 31 Jahre
  • Der Aktienkurs folgt diesem stabilen Muster nicht immer
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Realty Income wird am 15. September zum 674. Mal in Folge eine monatliche Dividende auszahlen, dieses Mal 0,2710 US-Dollar pro Aktie. Auf das Jahr hochgerechnet macht das 3,252 US-Dollar, wie das Unternehmen mitteilt. Für Einkommensanleger zählt dabei weniger die einzelne Anhebung als die Serie dahinter: Wie "The Motley Fool" errechnet, ist es bereits die 115. Erhöhung in Folge und reiht sich in 31 Jahre praktisch ununterbrochenes Dividendenwachstum ein.

Am Mittwoch gewinnt die Realty Income-Aktie an der NYSE zeitweise 1,00 Prozent auf 62,84 US-Dollar.

Der Mechanismus hinter der Serie

Die Verlässlichkeit hat einen strukturellen Grund. Realty Income vermietet nach eigenen Angaben mehr als 15.588 Gewerbeimmobilien über Triple-Net-Lease-Verträge. Die Mieter tragen dabei Grundsteuer, Versicherung und laufende Instandhaltung selbst, während die Basismiete regelmäßig steigt. Rund 78 Prozent des Portfolios entfallen auf Einzelhandelsflächen, allein Supermärkte und Convenience-Stores stellen zusammen 20,5 Prozent. Beide Branchen zählen zu jenen, die laut "The Motley Fool" auch in schwierigen Konjunkturphasen Kunden anziehen, was den Mietfluss stabil hält - selbst wenn andere Teile der Wirtschaft schwächeln. Genau diese Struktur soll nach derselben Einschätzung auch in Phasen steigender Inflation und Zinsen ihre Stärke zeigen, weil die Kostenlast beim Mieter bleibt und nicht auf Realty Income zurückfällt.

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Die Zahlen zur 674. Ausschüttung

Die Pressemitteilung von Realty Income nennt für die kommende Auszahlung ausschließlich den neuen Satz von 0,2710 US-Dollar sowie die daraus resultierende Jahresrate von 3,252 US-Dollar, fällig am 15. September für Aktionäre, die am 31. August 2026 im Aktienregister eingetragen sind. Die eigentliche Aussagekraft liegt weniger im einzelnen Cent-Betrag als in der Kontinuität dahinter: 674 Monate ohne Unterbrechung, verteilt auf inzwischen 115 aufeinanderfolgende Quartalserhöhungen, wie "The Motley Fool" zu der Serie festhält. Nach Einschätzung des Mediums ist diese Zahl kein Ausrutscher, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger, disziplinierter Kapitalallokation in ein Portfolio, das genau auf diesen Zweck ausgelegt ist.

Wo die Erfolgsgeschichte ins Wanken gerät

Realty Income vermarktet sich selbst als "The Monthly Dividend Company" und stellt die Ausschüttungsserie in den Mittelpunkt der eigenen Kommunikation. Für Anleger ist das Unternehmen genau deshalb häufig einen Blick wert, denn wer eine Dividendenstrategie fährt oder aus psychologischen Gründen auf regelmäßige Ausschüttungen setzt, kommt an Realty Income quasi nicht vorbei. Die Dividendenrendite von 5,72 Prozent macht das Papier nicht minder attraktiv - eher im Gegenteil, einige Anleger suchen gezielt nach solchen Werten.

"The Motley Fool" weist jedoch darauf hin, dass sich die Verlässlichkeit bei der Ausschüttung nicht eins zu eins auf den Aktienkurs übertragen lässt: Es werde immer wieder Phasen geben, in denen der Kurs des REIT selbst nachgibt, auch wenn die Dividende weiter steigt. Über die gesamte Zeit seit dem Börsengang 1994 hat die Aktie nach Angaben von "The Motley Fool" zwar mehr als das Doppelte der Rendite des S&P 500 erzielt, kurzfristig bleibt die Kursentwicklung davon aber unabhängig. Wer allein auf die Dividendenserie schaut, blendet damit einen Teil des tatsächlichen Anlagerisikos aus.

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Attraktiv, aber nicht ohne Abhängigkeit vom Zinsumfeld

Der Charme einer monatlichen Ausschüttung übersetzt sich für Anleger vor allem dann in echten Mehrwert, wenn sie über Geldmarktfonds oder kurzlaufende Anleihen hinausgeht, wie "The Motley Fool" argumentiert. Gleichzeitig bleibt Realty Income ein Immobilienunternehmen mit klassischer REIT-Struktur: Kursschwankungen und ein gewisses Zinsrisiko gehören nach Einschätzung des Mediums zum Geschäftsmodell, auch wenn die Ausschüttung selbst davon bislang kaum berührt wurde. Wer die monatliche Dividende als alleinigen Maßstab nimmt, übersieht damit einen Teil des Gesamtbilds, das auch Bewertung und Zinsentwicklung einschließt.

Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Pavel Kapysh / Shutterstock.com

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22.02.18 Realty Buy Stifel, Nicolaus & Co., Inc.
18.07.17 Realty Buy Canaccord Adams
17.07.17 Realty Mkt Perform FBR & Co.
14.11.16 Realty Buy Stifel, Nicolaus & Co., Inc.

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