DaxVestor-Kolumne

Software AG mit Erholungspotenzial


Software AG mit Erholungspotenzial | finanzen.net

Wenn in Deutschland von Software die Rede ist, denkt man immer zuerst an SAP. Dabei gibt es mit der Software AG einen weiteren, wenngleich deutlich kleineren Anbieter am Markt.

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Im Gegensatz zur SAP-Aktie hatte das Papier der Software AG zuletzt jedoch mit massivem Abwärtsdruck zu tun. Einer der Gründe für diese Entwicklung sind Probleme in den USA. Während es in Europa im Schlussquartal 2011 Umsatzwachstum gab, verzeichnete man im wichtigen US-Markt Umsatzrückgänge, die von Europa nicht kompensiert werden konnten.

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Quartalszahlen enttäuschten

Im schwachen vierten Quartal mit Umsätzen von 290 Mio. Euro wurden die Schätzungen der Analysten um rund 16 Prozent verfehlt. An der Börse führte dies zu massiven Kursabschlägen. Im Gesamtjahr 2011 erreichte der Umsatz mit 1,1 Mrd. Euro gerade mal das Vorjahresniveau. Auch für 2012 ist keine schnelle Besserung zu erwarten. Dennoch: Unterschätzen sollte man die Darmstädter auf keinen Fall, denn bereits in der Vergangenheit stellte das Management unter Beweis, dass Schwächen erst benannt und dann beseitigt werden. Technologisch spielt die Software AG vorne mit in der IT-Branche, nicht zuletzt weil durch Akquisitionen und Investitionen in Forschung und Entwicklung mächtig Gas gegeben wurde. Dennoch gelang es nicht, im wichtigen US-Markt weiter zu wachsen. Das soll nun unter anderem durch eine verstärkte Präsenz im Silicon Valley und eine bessere Vernetzung behoben werden. Die USA sind mit einem Umsatzanteil von rund 22 Prozent nach Deutschland (24 Prozent) der wichtigste Markt für die Software AG.

Wachstumsfeld „Big Data Management“

Dass man in punkto Entwicklung ganz vorne mitspielt, zeigen die Meldungen, die jüngst von der Computermesse Cebit kamen. Mit der BigMemory-Technologie der Software AG können die Unternehmenskunden riesige Datenmengen quasi in Echtzeit analysieren. Die bereits im Einsatz befindliche Technologie soll „eine Brücke zwischen der heutigen IT-Landschaft und der Datenwelt von morgen“ schlagen, so Produktvorstand Dr. Wolfram Jost. Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Cloud Computing. Ziel von „Managing Trust“ ist es, das Vertrauen in Cloud-basierende IT-Lösungen zu stärken.

Unterbewertete Aktie

Trotz der enttäuschenden Quartalszahlen ist die Software AG ein solides Unternehmen. Mit einem KGV 2012e von 12,7 ist die Aktie attraktiv bewertet. Die Eigenkapitalquote liegt bei über 40 Prozent und damit auf einem beachtlichen Niveau. Dass viele Analysten dennoch skeptisch sind, liegt vor allem an den noch unsicheren Aussichten für das Geschäftsjahr 2012. Zwar wurden die Probleme in den USA angepackt, wann sich der Erfolg einstellt, ist jedoch unsicher. Um nicht erneut daneben zu liegen, stufen die Analysten das Papier daher gerne tiefer ein. Das schafft positives Überraschungspotenzial, sollten die Maßnahmen des Managements fruchten. Der Aktienkurs, der seit Juli 2011 konsolidiert, ist ein Spiegelbild dieser Entwicklung. Nach oben bildet die Abwärtstrendlinie bei ca. 29 Euro den maßgeblichen Widerstand, der nächste wichtige Support findet sich bei 25 Euro.

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Fazit

In der Aktie der Software AG ist viel Pessimismus eingepreist, der Raum für positives Überraschungspotenzial schafft. Eine Garantie für Kursgewinne gibt es jedoch nicht. Im DaxVestor zeigen wir Ihnen, wie Sie dennoch mit der Aktie bei begrenztem Risiko eine Rendite von 22 Prozent erzielen können.

Stefan Böhm (Diplom-Volkswirt) ist Chef-Redakteur des DaxVestor Börsenbriefs. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dax-vestor.deDer obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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25.07.23 Software Neutral UBS AG
25.07.23 Software Reduce Baader Bank
24.07.23 Software Neutral UBS AG
24.07.23 Software Hold Warburg Research
24.07.23 Software Reduce Baader Bank

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