Heiko Aschoff-Kolumne

Aktienrückkauf - Fluch oder Segen?


Aktienrückkauf - Fluch oder Segen? | finanzen.net

Sobald eine Firma einen Aktienrückkauf ankündigt, startet ein Kursfeuerwerk. Ist das berechtigt? Es kommt darauf an.

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Rückkäufe verknappen das Aktienangebot

Treffen weniger Aktien auf eine unveränderte Nachfrage, treibt das den Kurs. Steigt die Nachfrage, umso besser für die Aktionäre. Aber Vorsicht, der Flaschenhals-Effekt gilt auch für die entgegengesetzte Richtung. Nimmt der Verkaufsdruck zu, kann der Kurs stärker fallen.

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Denn sie wissen was sie tun

Hoffentlich. Wenn das Management ein Aktienrückkaufprogramm beschließt, gehen viele Anleger davon aus, dass das Unternehmen den besten Überblick hat, bei welchem Kurs die eigenen Aktien unter ihrem fairen Wert zu haben sind. Trifft das zu, wäre es ein gutes Geschäft.

Vorsicht bei Aktienoptionen

Dienen die Aktienrückkäufe dagegen der Finanzierung von Aktienoptionen für die Geschäftsleitung, ist es ein schlechtes Geschäft für die Anleger. Hören Sie nicht auf den Pressechef! Er muss es schönreden. Gleiches gilt für den Einsatz als Akquisitionswährung, wenn ein Unternehmen zu teuer übernommen wird.

Geldverschwendung, nein danke!

Wenn nicht genügend rentable Investitionsmöglichkeiten im eigenen Unternehmen bestehen, ist ein Rückkaufprogramm die bessere Wahl. Gleiches gilt für eine ordentliche Dividende. Bevor überschüssige Mittel in übergroßen Firmenwagen, fürstliche Vorstandsgehälter oder andere Verschwendungen münden, ist ein Rückkauf die bessere Alternative aus Aktionärssicht.

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Warnsignale für Anleger

Achten Sie auf den Zweck des Aktienrückkaufprogramms. Dient es als "Gehaltsaufbesserung" für den Vorstand oder als Akquisitionswährung für einen überteuerten Firmenkauf? Hat das Unternehmen ständig Schwierigkeiten, rentable Geschäftsfelder zu erschließen? Sinn eines Unternehmens ist die Schaffung von Mehrwert, nicht der ständige Rückkauf eigener Aktien.

Aktienrückkäufe als Chance

Warum soll ein florierendes Unternehmen nicht im überschaubaren Rahmen eigene Aktien zurückkaufen, wenn es keine bessere Anlagealternative findet? Damit setzt das Management ein Zeichen, dass es an den Unternehmenserfolg glaubt. Verbunden mit einer positiven Stimmung wirkt die Aktienverknappung kurstreibend. Das ist Musik in den Ohren der Anleger.

Heiko Aschoff ist selbständiger Trader und Geschäftsführer der Investment Ideen GmbH. Als Banker und Pensionsfondsmanager war er mitverantwortlich für über sieben Milliarden Euro Anlagevolumen. Im Börsendienst www.investment-ideen.de stellt er seine persönlichen Anlageempfehlungen vor.

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus

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30.07.26 BAT Underperform RBC Capital Markets
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