AKTIE IM FOKUS 2: Adler Group brechen nach Pressebericht ein


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(neu: Rekordtief im 1. Absatz, Kurshistorie im 4. Absatz und Analysten im 5. Absatz)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Papiere der Adler Group (ADLER) sind am Dienstagnachmittag nach einem "Handelsblatt"-Bericht auf ein Rekordtief eingebrochen. Zuletzt wurden die Aktien des Immobilieninvestors fast 20 Prozent tiefer als am Vortag zu 3,85 Euro gehandelt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe inzwischen Ermittlungen aufgenommen, so die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen indes weder bestätigen noch dementieren wollen. Berichtet wird über eine Sitzung des Finanzausschusses des Bundestags, an der auch der Chef der Bundesfinanzaufsicht (BaFin), Mark Branson, teilgenommen habe.

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Derzeit untersucht die BaFin die Bücher von Adler. Die Behörde hatte sich eingeschaltet, nachdem die Immobiliengesellschaft im Oktober erstmals unter Beschuss des Leerverkäufers Fraser Perring geraten war. Dieser und sein Research-Dienst Viceroy hatten schwere Vorwürfe gegen Adler erhoben, darin ging es unter anderem um die Bewertung von Immobilienprojekten. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Inzwischen muss sich Adler auch neue Wirtschaftsprüfer suchen, nachdem KPMG nicht für den Jahres- und Konzernabschluss 2022 zur Verfügung steht.

Derzeit größter Adler-Aktionär ist Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia (Vonovia SE (ex Deutsche Annington)), der rund 20,5 Prozent der Aktien von Adler hält. Vonovia-Aktien verloren knapp zwei Prozent.

Nach dem Börsengang der vormals unter ADO Properties firmierenden Adler Group im Sommer 2015 ging es mit dem Kurs drei Jahre lang bergauf, mit lediglich einem größeren Rücksetzer im Jahr 2016. Von Kursen um 20 Euro zum Börsengang stiegen die Papiere bis auf über 55 Euro. Im Juni 2019 begann der Abstieg, der die Aktien unter teils starken Schwankungen im Oktober vergangenen Jahres erstmals unter die 10-Euro-Marke absacken ließ. Auslöser der heftigen Verluste waren seinerzeit die Vorwürfe des Shortsellers Fraser Perring.

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Der Börsenwert der Immobiliengruppe ist mittlerweile auf unter 500 Millionen Euro zusammengeschmolzen. In den vergangenen Monaten hatten Investmentbanken wie JPMorgan, die Barclays Bank und Kepler Cheuvreux ihre Einstufungen für die Aktien ausgesetzt./bek/ngu

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31.05.22 ADLER Neutral UBS AG
27.04.22 ADLER Underweight Barclays Capital
25.04.22 ADLER Underweight Barclays Capital
02.02.22 ADLER Underweight Barclays Capital
26.01.22 ADLER Neutral UBS AG

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