Aktien Europa: Anleger bleiben in der Defensive


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nur wenig bewegt mit einem positiven Grundton haben sich Europas wichtigste Aktienmärkte zur Wochenmitte präsentiert. Die jüngsten Rückschläge in der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus lasteten gemeinsam mit den steigenden Infektionszahlen zunehmend auf den Aktienmärkten, erklärte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

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Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gewann zuletzt 0,13 Prozent auf 3283,38 Punkte. Der französische CAC 40 stieg um 0,17 Prozent auf 4956,06 Zähler. Der britische FTSE 100 legte um 0,45 Prozent auf 5996,83 Punkte zu.

Aus Branchensicht standen europaweit Bankenaktien mit einem durchschnittlichen Plus von 0,9 Prozent in der Anlegergunst ganz oben. Am unteren Ende des Sektortableaus waren die Papiere aus dem Nahrungs- und Getränkesegment mit minus 0,4 Prozent zu finden.

Der Chipindustrie-Ausrüster ASML (ASML NV) will im kommenden Jahr trotz der Coronavirus-Pandemie weiter wachsen und blickt optimistisch nach vorn. Zwar verwies Konzernchef Peter Wennink auf anhaltende Unsicherheiten, geht aber davon aus, dass Zukunftstrends wie die neue 5G-Mobilfunktechnik oder Künstliche Intelligenz die Nachfrage nach Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie weiter anschieben. Am Kapitalmarkt kamen die Nachrichten aber schlecht an: Die ASML-Aktien verloren zuletzt 1,0 Prozent.

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Der Essenslieferdienst Just Eat Takeaway (Just Eat Takeawaycom) steigerte im abgelaufenen Quartal in der Corona-Krise das Wachstum bei den Bestellungen deutlich. Zudem habe das Unternehmen ein starkes bereinigtes operatives Ergebnis (bereinigtes Ebitda) erzielt und aggressiv investiert, sagte Vorstandschef Jitse Groen. Für die saisonale Wachstumsphase im Herbst und Winter sei Just Eat Takeaway gut aufgestellt. Die Anleger freute es: Die Aktien schnellten auf ein Rekordhoch von 103,45 Euro und notierten zuletzt 5,1 Prozent höher bei 102,75 Euro.

Dagegen rauschten die Papiere von Asos um 6,6 Prozent abwärts. Der britische Online-Modehändler gab trotz guter Quartalszahlen erneut einen vorsichtigen Nachfrageausblick./edh/fba

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