Aktien Europa: Etwas fester - In London warten Anleger weiterhin ab
Werte in diesem Artikel
PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Verhalten optimistisch haben sich Anleger zum Beginn der Woche an Europas Börsen gezeigt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) kletterte um 0,31 Prozent auf 3590,60 Punkte. Allerdings könnte die neuerliche Zuspitzung des Brexit größere Kurssprünge verhindern. Außerdem stehen im weiteren Verlauf der Woche die Quartalsberichte etlicher europäischer und US-Schwergewichte auf der Agenda, ebenso wie potenziell kursbewegende Konjunkturdaten.
In London wagten sich Anleger angesichts des nach wie vor ungewissen Ausgangs im Gezerre um den Brexit nicht aus der Deckung: Der Leitindex FTSE 100 trat mit 7154,80 Punkten quasi auf der Stelle. Möglicherweise stimmt das britische Parlament noch im Verlauf dieses Tages über das zwischen Premierminister Boris Johnson und der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen ab. Johnson steht unter Zeitdruck: Er hat versprochen, Großbritannien am 31. Oktober - also in etwa eineinhalb Wochen - aus der Europäischen Union zu führen.
Der französische CAC 40 legte um moderate 0,11 Prozent auf 5642,40 Zähler zu. Dort konnten sich die am Freitag um 11,5 Prozent eingebrochenen Aktien von Renault um 1,3 Prozent stabilisieren. Die Franzosen hatten die Ziele für Umsatz und Gewinn in diesem Jahr gekappt. Danone-Aktien gaben dagegen erneut nach. Eine enttäuschende Umsatzprognose des Lebensmittelkonzerns hatte den Kurs am Freitag auf Talfahrt geschickt.
Bei Aktien aus der Finanzbranche griffen Anleger erneut zu. Ein Händler führte die Gewinne unter anderem auf die fortdauernde Erholung der Zinsen in den vergangenen Wochen zurück. Papiere der als besonders zinssensibel geltenden Commerbank (Commerzbank) legten um 4 Prozent zu und Anteile der Deutschen Bank (Deutsche Bank) um 2,5 Prozent. Im Anleihehandel und bei der Kreditvergabe profitieren die Geldhäuser tendenziell von steigenden Marktzinsen.
Unter den Schwergewichten im EuroStoxx reichten die Gewinne von 1,7 Prozent bei der spanischen Bank BBVA über jeweils 2 Prozent für BNP Paribas und Santander Bank (Santander) bis zu 2,8 Prozent für ING (ING Group). Der europäische Bankensektor lag an der Spitze des Sektortableaus. Der Versicherungssektor kletterte sogar auf ein neues Mehrjahreshoch. Die Assekuranzen profitieren vor allem im Anlagegeschäft von höheren Zinsen./bek/fba
EURO STOXX 50 Analysen
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für EURO STOXX 50 nach folgenden Kriterien zu filtern.
Alle: Alle Empfehlungen
Keine Analysen gefunden.