Aktien Europa: EuroStoxx stagniert weiter bei gut 4100 Punkten


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Vor wichtigen Ereignissen am Nachmittag hat am Donnerstagmorgen an den Europa-Börsen weiter Stillstand geherrscht. Mangels neuer Impulse bewegte sich der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) weiter kaum von den 4100 Punkten weg. Gegen Mittag gab er knapp um 0,06 Prozent auf 4094,36 Punkte nach. Im Fokus stehen später der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und aktuelle Inflationszahlen aus den USA.

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Die Stimmung am Markt bleibe geprägt von Ungewissheit, schrieb der Marktbeobachter Pierre Veyret vom Broker ActivTrades. "Anleger hoffen, dass sie nach der heutigen Veröffentlichung wichtiger Daten endlich mehr Hinweise darauf erhalten, wohin die Geldpolitik als nächstes gehen wird", so der Experte. Was die Zinsperspektive in den USA betrifft, gilt der Anstieg der Verbraucherpreise derzeit als zentrales Kriterium.

Laut Veyret werde nach einem massiven Anstieg im Vormonat für Mai eine wieder deutlich nachlassende US-Teuerung erwartet. "Sollte es sich bestätigen, dass eine hohe Inflation - wie von der US-Notenbank Fed erwartet - nur ein vorübergehender Effekt ist, steigen die Chancen auf eine längere Aktienrally wieder", so der Experte. Zuletzt war diese im EuroStoxx bei 4115 Punkten auf einem Hoch seit 2008 ins Stocken geraten.

An den wichtigsten Länderbörsen gab es am Donnerstag denn auch nur moderate Bewegungen, allerdings mit verschiedenen Vorzeichen. Während der französische CAC 40 um 0,23 Prozent auf 6548,34 Punkte nachgab, legte der Londoner FTSE 100 um 0,25 Prozent auf 7098,80 Zähler zu - unter anderem gestützt auf die dort üppig vertretenen und am Donnerstag wieder freundlichen Rohstoffwerte.

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Spitzenreiter in der Sektorwertung war der Technologiesektor, dessen Teilindex sich mit einem Anstieg um 0,7 Prozent wieder dem Rekordhoch näherte, das bislang vom April stammt. Als positiver Stimmungstreiber fungierte hier ein angehobener Ausblick des Branchenausrüsters Aixtron (AIXTRON SE). Papiere des Chipkonzerns Infineon führten den EuroStoxx mit einem Zugewinn von 2,5 Prozent an, ein Stück weit vor dem Aixtron-Konkurrenten ASML (ASML NV) mit plus 1,5 Prozent.

Am anderen Ende der Branchentabelle fanden sich nach zuletzt gutem Lauf die Branchen Automobil, Öl und Gas sowie Reise und Freizeit wieder. Letzterer Branche kann der Buchungssoftware-Hersteller Amadeus IT zugerechnet werden, dessen Aktien in Madrid 1,9 Prozent verloren und so unter den schwächsten EuroStoxx-Werten waren. Goldman Sachs hatte aus Bewertungsgründen die bisherige Kaufempfehlung aufgegeben.

Im Öl- und Gasbereich belastete, dass die Ölpreise am Donnerstag von ihren zuletzt erreichten Mehrjahreshochs zurück kamen. Im Autosektor hieß es, seinen Gewinnmitnahmen im Gange, nachdem der Teilindex Anfang der Woche sein Rekordhoch aus dem Jahr 2015 nur um Haaresbreite verpasst hatte. Nach einer gestrichenen Kaufempfehlung der Stifel-Analysten fielen die BMW-Aktien negativ auf mit einem Abschlag von 1,5 Prozent.

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Bessere Stimmung herrschte am Donnerstag bei Gesundheitswerten, deren europäischer Teilindex (STOXX EU600 Health Care) im marktbreiten Stoxx Europe 600-Index um gut ein halbes Prozent stieg. Die Anteilsscheine von Sanofi gehörten im EuroStoxx mit rund zwei Prozent zu den klarsten Gewinnern, während AstraZeneca in London etwa 1,4 Prozent gewannen./tih/fba

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