Aktien Europa: Gewinnmitnahmen nach Kursrally


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Anleger an Europas wichtigsten Aktienmärkten haben ihre hohen Vortagesgewinne am Dienstag teilweise realisiert. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) startete im Plus, bröckelte jedoch rasch ab und drehte ins Minus. Zuletzt notierte der Leitindex der Eurozone 0,69 Prozent tiefer bei 2891,93 Punkten. In Paris sank der CAC 40 um 0,92 Prozent auf 4456,79 Punkte. Der FTSE 100 in London verlor 0,50 Prozent auf 6018,40 Zähler.

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Der positiven Entwicklung bei den Coronavirus-Neuinfektionen und weiteren Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise stehen negative Konjunkturdaten gegenüber. Am Vortag hatte die Meldung des US-Biotech-Unternehmens Moderna über ermutigende Testergebnisse eines Phase-1-Impfstoffkandidaten gegen die Lungenkrankheit Covid-19 für ein Kursfeuerwerk gesorgt. Damit wurden an den Märkten Hoffnungen auf ein früheres Ende der Corona-Krise und eine rasche Erholung der Weltwirtschaft genährt. Aufwärtsimpulse hatten zudem die erneut gestiegenen Ölpreise gegeben. Händler betonten nun aber auch, das sehr frühe Stadium des Impfstoff-Kandidaten-Tests.

Unter den Einzelwerten standen die Tui-Aktien (TUI) mit einem Kursgewinn von 3,2 Prozent im Fokus. Der Reisekonzern zieht einem Pressebericht zufolge eine Trennung von Verlustbringern in Erwägung. Zunächst solle aber versucht werden, die entsprechenden Unternehmensteile wieder fit zu machen. Welche Bereiche genau betroffen sein würden, stehe noch nicht fest.

Die Papiere von Telecom Italia sackten um mehr als 6 Prozent ab. Für den Konzern lief es im ersten Quartal operativ weniger gut. Umsatz und operatives Ergebnis fielen schlechter aus als vom Markt erwartet. Zudem will Telecom Italia einen Minderheitsanteil seiner Mobilfunkturm-Sparte Inwit verkaufen, um den hohen Schuldenberg zu reduzieren. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge geht es um einen Anteil von 16 Prozent mit einem aktuellen Marktwert von etwa 1,5 Milliarden Euro.

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Die Richemont-Titel (Richemont) verteuerten sich um 2,3 Prozent. Der schweizerische Luxusgüterkonzern hat im Rahmen einer Bond-Emission insgesamt 2 Milliarden Euro am Finanzmarkt aufgenommen. Die Transaktion sei bei Anlegern auf großes Interesse gestoßen, teilte die Gruppe am Montagabend mit./edh/mis

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