Aktien Europa: Schwache Konjunkturdaten bringen Erholung ins Wanken


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der jüngste Erholungsversuch an Europas Börsen ist am Donnerstag abermals ins Stocken gekommen. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) war am Morgen zunächst dank positiver Vorgaben von der Wall Street freundlich gestartet, schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone drückten die Kurse danach aber zeitweise wieder in die Verlustzone. Gegen Mittag stand der europäische Leitindex mit plus 0,06 Prozent nahezu unverändert bei 2836,53 Punkten.

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Auch der britische FTSE 100 trat bei 5772 Punkten nahezu auf der Stelle. Besser schlug sich die Börse in Paris, wo der französische CAC 40 um 0,41 Prozent auf 4429,75 Punkte vorrückte.

Den jüngsten Daten zufolge trübte sich durch die Corona-Krise die Stimmung der Wirtschaft der Eurozone unerwartet stark ein. Der vom Marktforschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel im April auf einen Rekordtief.

Viele Anleger hielten sich am Donnerstag auch mit Blick auf den anstehenden Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zur Bewältigung der Corona-Krise vorerst zurück, sagten Beobachter. Dort dürfte es erneut auch um die Aufnahme gemeinsamer Schulden gehen. "Scheitert die Europäische Union in solch einer Krise an einer gemeinsamen Lösung, könnte dies eine neue Welle der Skepsis über die Zukunft Europas auslösen", schrieb Milan Cutkovic von Axitrader.

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An Europas Börsen spiegelte sich derweil die jüngste Erholung der Ölpreise auch in steigenden Notierungen für die Branche wider. Der Stoxx 600 Oil & Gas legte nach seiner Verlustserie zuletzt um mehr als zwei Prozent zu. Versicherer standen dagegen mit minus 0,70 Prozent am stärksten unter Druck.

Im EuroStoxx 50 zeigten sich vor dem Gipfel vor allem Banken gestärkt. Anleger hatten sich zuletzt vor allem darum gesorgt, dass die Branche wegen der Corona-Krise vor einer Welle von Kreditausfällen stehen könnte. BNP Paribas kletterten an der Index-Spitze um fast 5 Prozent, die spanische BBVA legte um viereinhalb Prozent zu.

Die schweizerische Großbank Credit Suisse (Credit Suisse (CS)) erzielte unterdessen im ersten Quartal trotz hoher Rückstellungen für drohende Kreditausfälle durch die Corona-Krise einen überraschenden Gewinnsprung und das beste Quartalsergebnis der vergangenen fünf Jahre. Nach einem anfänglich positiven Start nahmen die Anleger jedoch Gewinne mit - zuletzt ging es für den Kurs um mehr als zwei Prozent bergab.

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Unilever NV (Unilever)-Papiere büßten angesichts einer kassierten Jahresprognose mehr als zweieinhalb Prozent ein. Im ersten Quartal hatte der Konsumgüterkonzern zudem mit einem stagnierenden organischen Umsatz enttäuscht.

Einen kräftigen Umsatzeinbruch verzeichnete wegen der Corona-Krise der französische Autobauer Renault - dessen Papiere reagierten jedoch mit einem Kursplus von knapp zwei Prozent: Nach der jüngsten Verlustserie nutzen die Anleger die günstigeren Kurse./tav/mis

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