Aktien Frankfurt: Abwartende Haltung vor Fed-Entscheid


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Wie so oft vor Sitzungen der US-Notenbank Fed haben sich die Anleger auch an diesem Mittwoch wieder zurückgehalten. Der Dax (DAX 30) notierte am Nachmittag prozentual unverändert auf 12 617,99 Punkten.

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Bis Wochenbeginn war der Dax in nur elf Tagen ohne größeren Stopp um fast 19 Prozent nach oben gerannt, bevor am Dienstag Anleger Gewinne mitnahmen. Der Kampf zwischen den Pessimisten am Markt und den Optimisten werde nun intensiver, betonte Thomas Altmann, Portfolio-Manager beim Vermögensverwalter QC Partners. "Für diejenigen, die am Anfang der Kurs-Rally gekauft haben, ist das aktuelle Kursniveau eine gute Verkaufsgelegenheit."

Der MDAX der mittelgroßen deutschen Börsenwerte sank am Mittwochnachmittag um 0,21 Prozent auf 26 467,19 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) notierte kaum verändert.

Die Fed dürfte an ihrem Corona-Krisenkurs zunächst kaum etwas ändern. Beachtung dürften vor allem neue Prognosen zu Wachstum, Inflation und Arbeitsmarkt finden. Die Zentralbank hatte sich dazu eigentlich schon im März äußern wollen. Wegen der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie wurde das jedoch verschoben. Der Tenor der Fed werde voraussichtlich weiter marktunterstützend bleiben, da die Zentralbanken in der aktuellen Situation weitere Gefahren für die Konjunktur sähen, so die Einschätzung der Deka Bank.

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Nach einem anfangs etwas richtungslosen Verlauf entschieden sich die Lufthansa-Papiere (Lufthansa) letztlich für den Weg nach unten. Mit einem Minus von fünfeinhalb Prozent waren sie das Schlusslicht im Dax, aus dem sie demnächst absteigen werden. Die Schweizer Großbank UBS hatte die Aktien von "Buy" auf "Sell" abgestuft. Analyst Jarrod Castle begründete seine Verkaufsempfehlung mit dem massiven Verlust an Aktionärswert infolge der Corona-Krise. Zudem verlängerte die Bundesregierung Reisewarnungen für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis Ende August.

Die Commerzbank-Aktien (Commerzbank) rückten im MDax am Nachmittag wieder um eineinhalb Prozent vor. Die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank bekommt Ärger mit dem zweitgrößten Aktionär. Der seit Sommer 2017 an der Bank beteiligte US-Finanzinvestor Cerberus ist mit der Führung der Bank sehr unzufrieden und will deshalb zwei Sitze im Aufsichtsrat. Ein Händler sagte, Cerberus habe sich länger still verhalten und die Kursverluste hingenommen, scheine nun aber die Zügel wieder anzuziehen.

Die Aktien von ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media SE) verloren vier Prozent. Der neue Vorstandschef Rainer Beaujean sorgte mit den auf der Hauptversammlung gesendeten Signalen nicht gerade für Begeisterung. Keine Verbesserung der Werbebuchungen im Juni nach dem Einbruch in den Vormonaten und weiter kein Jahresausblick des Medienkonzerns - das komme nicht gut an, sagte ein Börsianer.

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Der Baumarktbetreiber Hornbach Holding (HORNBACH) hält nach einem kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Geschäftsquartal an der Jahresprognose fest. Von der DZ Bank hieß es, die bereits hohen Erwartungen seien noch übertroffen worden. Die bestätigten Jahresziele seien als konservativ einzustufen. Für die Titel ging es auf dem ersten Platz im Nebenwerteindex SDAX um mehr als sechs Prozent hoch.

Der Euro legte zu: Die Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag zu 1,1374 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1294 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,33 Prozent am Vortag auf minus 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) sank um 0,09 Prozent auf 143,96 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,01 Prozent auf 173,43 Punkte./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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