Aktien Frankfurt Ausblick: Dax sucht weiter nach Orientierung


Werte in diesem Artikel
Indizes

25,231.20 EUR 291.85 EUR 1.17 %

6,238.50 EUR 63.05 EUR 1.02 %

FRANKFURT (dpa-AFX) - Einen Tag nach einer deutlichen Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank wird der Dax (DAX 40) nur wenig verändert erwartet. Der X-Dax als Indikator für den Leitindex signalisierte am Freitag knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start ein kleines Minus von 0,1 Prozent auf 12 893 Punkte. Damit bleibt der deutsche Leitindex vorerst in seiner jüngsten Spanne. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) zeichnete sich zuletzt ein unveränderter Start ab.

Werbung

"Am Aktienmarkt bleiben die Auswirkungen der EZB-Entscheidung überschaubar", konstatierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Letztlich war der Zinsschritt so erwartet worden. In der Folge hatte der Dax sich bis zum Handelsschluss nahezu komplett von den teils deutlichen Verlusten befreien können, wobei auch die positiven Impulse der Wall Street halfen.

Seit fast zwei Wochen bewegt sich der Leitindex nun zwischen rund 12 600 Punkten und gut 13 000 Punkten. Am Donnerstag war ein Test der oberen Grenze erneut gescheitert. "Für eine nachhaltigere Erholung ist ein schneller und entschiedener Sprung über diese runde Marke immens wichtig", so Altmann.

Als gute Nachrichten, die auch dem hiesigen Markt zu Wochenschluss etwas helfen könnten, wertete der Experte aktuell Konjunkturdaten aus China: Dort waren die Erzeuger- und Verbraucherpreise im August weniger stark gestiegen als erwartet. "Das gibt der chinesischen Notenbank Spielraum, die schwächelnde Wirtschaft im Reich der Mitte stärker zu unterstützen". Die Vorgaben aus Asien sind dazu passend gut.

Werbung

Auf Unternehmensseite bewegten am Freitagmorgen vorbörslich vor allem Analystenstudien. Kräftige Zuwächse im Vergleich zum Xetra-Schluss von fast vier Prozent verbuchten auf der Handelsplattform Tradegate die Papiere der Laborkette SYNLAB, sie profitierten von einer positiven Studie der Privatbank Berenberg. Das Unternehmen hatte zuletzt unter sinkenden Erlösen mit Covid-Tests gelitten, und die Aktie hat seit dem Jahreswechsel fast 40 Prozent an Wert eingebüßt. Berenberg-Analystin Charlotte Friedrichs erhofft sich nun eine Neubewertung, wozu sie auf das solide wachsende Kerngeschäft und die dort starke Marktposition der SDAX-Firma verweist.

Aktien von HeidelbergCement gerieten nach einer gestrichenen Kaufempfehlung durch die HSBC-Analysten dagegen unter Druck.

Auch könnten Aktien von Airbus (Airbus SE (ex EADS)) wegen enttäuschender Auslieferungszahlen im August im Fokus stehen. Der Konzern muss sich weiter ranhalten, wenn er sein ohnehin bereits gekürztes Ziel für das Jahr erreichen will. Dass Airbus im vergangenen Monat zudem keine weiteren Aufträge reinholte, wertete ein Händler am Morgen als weiteren kleinen Minuspunkt.

Werbung

Bei der Telekom (Deutsche Telekom) richten sich die Blicke unterdessen auf deren Tochter T-Mobile US, die ein Aktienrückkaufprogramm von umgerechnet bis zu rund 14 Milliarden Euro angekündigt hat./tav/mis

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.