Aktien Frankfurt Ausblick: Etwas günstigere Kurse am 'Black Friday'
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) dürfte sich am Freitag zunächst weiter von seinem Jahreshoch entfernen. Der X-Dax (DAX 30) als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Stunde vor dem Start einen Abschlag von 0,33 Prozent auf 13 202 Punkte. Seinen Jahreshöchststand hatte der Dax in der Vorwoche bei 13 374 Punkten erreicht. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wird am Freitag 0,2 Prozent im Minus erwartet. Die asiatischen Börsen verzeichneten Verlusten, besonders in Hongkong ging es deutlich bergab.
Wegen des "Thanksgiving"-Feiertages am Vortag fehlen die Impulse von der Wall Street. Auch zum Wochenabschluss findet am "Black Friday" nur ein verkürzter Handel in den USA statt. Der Brückentag nach dem "Thanksgiving" ist ein vorweihnachtliches Shopping-Großereignis in den USA.
"Der heutige Tag wird die erste große Indikation für das bedeutende Weihnachtsgeschäft liefern. Und gerade im aktuell ohnehin angespannten wirtschaftlichen Umfeld dürften die Einzelhandelsumsätze noch genauer beleuchtet werden", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Der deutsche Einzelhandel verzeichnete derweil im Oktober deutlich geringere Umsätze als erwartet.
"Die gute Stimmung an den Börsen ist aber erst mal dahin", erklärte Altmann. "Es bleibt unklar, welche Chancen der Phase-1-Handelsdeal nach der Unterzeichnung der Hongkong-Gesetze hat." US-Präsident Donald Trump hatte die Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong kürzlich in Kraft gesetzt. China empfindet sie als Einmischung in innere Angelegenheiten und drohte mit "entschiedenen Gegenmaßnahmen".
Im Blick steht am deutschen Markt der Versorger Eon (EON SE) mit Geschäftszahlen und einer Anhebung der Jahresprognose. Die Integration von Innogy (innogy SE) laufe nach Plan, hieß es. Für 2019 will der Dax-Konzern die Dividende erhöhen. Vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Anteile etwas höher zum Xetra-Schluss.
Die Lufthansa-Papiere gewannen vorbörslich auf Tradegate ebenfalls etwas hinzu, nachdem die Credit Suisse sie auf "Outperform" hochgestuft hatte. Analyst Neil Glynn geht davon aus, dass die Fluggesellschaft im Jahr 2020 wieder auf den richtigen Weg kommen wird.
Im MDax geht das Tauziehen um OSRAM weiter. Das Angebot des österreichischen Halbleiterherstellers ams für den deutschen Leuchtenhersteller könnte zum Spekulationsobjekt für Hedgefonds werden. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" sollen laut Finanzkreisen bereits bis zu 45 Prozent der Osram-Aktien in den Händen von Hedgefonds liegen.
"Es scheint, dass eine Reihe von Hedgefonds Aktien erworben haben mit dem Ziel, diese erst zu einem späteren Zeitpunkt und zu einem höheren Preis anzudienen", sagte Osram-Chef Olaf Berlien der Zeitung. Ein Händler sprach von Unsicherheit und der Gefahr eines Scheiterns des Deals. Vorbörslich notierten Osram-Anteile kaum verändert.
Für die Papiere des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus ging es nach Vorlage von Zahlen vorbörslich auf Tradegate um 2,4 Prozent nach unten./ajx/jha/
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