Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Gewinne erwartet - Berichtssaison im Fokus


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte zur Wochenmitte seine Aufwärtsbewegung vom Vortag gebremst fortsetzen. Im Mittelpunkt des Interesses sollten Aktien von Unternehmen stehen, die über ihre Geschäftsentwicklung im ersten Quartal berichten. Am Abend stehen Nachrichten von der US-Notenbank auf der Agenda. Die Fed dürfte ihren beispiellosen Kriseneinsatz zunächst nicht ausweiten, sondern allenfalls einzelne Programme anpassen.

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Knapp eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels am Mittwoch signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,57 Prozent bei 10 857 Punkten. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Börsenbarometer der Eurozone wird rund 0,5 Prozent höher erwartet.

Tags zuvor war der Dax zwischenzeitlich mit 10 897 Punkten auf ein neues Erholungshoch nach dem Corona-Crash geklettert. Im Nachmittagshandel gingen ihm mit der schwächeren Wall Street dann jedoch etwas die Kräfte aus und er rutschte knapp unter 10 800 Punkte zurück. Weitere Gewinnmitnahmen scheint es nach einem Plus von mehr als 5 Prozent in fünf Handelstagen aber zunächst nicht zu geben.

Etwas Entspannung gebe es am zuletzt turbulenten Ölmarkt, sagte ein Börsianer. Die Öllager füllten sich offenbar doch etwas langsamer als befürchtet. Die Lage bleibt aber kritisch: Einer wegen der Corona-Krise wegbrechenden Nachfrage steht ein viel zu hohes Angebot gegenüber. Dies hat zur Folge, dass Platz in verbliebenen freien Lagern immer knapper wird.

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Die Deutsche Bank rechnet im laufenden Jahr trotz der Corona-Pandemie weiter mit stabilen Erträgen im Kerngeschäft. Das Institut hatte bereits in der Nacht zum Montag die wichtigsten Eckdaten zum ersten Quartal veröffentlicht. Die Aktien hatten daraufhin in den vergangenen zwei Handelstagen um 17 Prozent zugelegt. Am Mittwoch notierten die Papiere auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt kaum verändert.

Der VW-Konzern (Volkswagen (VW) vz) erwartet wegen der Corona-Krise im laufenden Jahr ein "gravierend rückläufiges", aber noch positives operatives Ergebnis. Der Umsatz werde "voraussichtlich deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen", hieß es. Im ersten Quartal sank der Gewinn vor Steuern im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres von 4,1 Milliarden auf 0,7 Milliarden Euro. Auf Tradegate gewannen die Volkswagen-Vorzugsaktien 0,8 Prozent.

Die Coronavirus-Krise sorgte bei Daimler für einen herben Gewinneinbruch. Im ersten Quartal stürzte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn des Auto- und Lkw-Herstellers auf 94 Millionen Euro ab. Vor einem Jahr waren es noch rund 2,1 Milliarden Euro gewesen. Der Umsatz sank im Vergleich dazu nur leicht um 6 Prozent. Die Daimler-Anteilsscheine stiegen auf Tradegate um 0,7 Prozent.

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Der durch die Corona-Krise belastete Kunststoffspezialist Covestro hat im ersten Quartal nur knapp einen Gewinn erzielt. Unter dem Strich blieben 20 Millionen Euro hängen und damit fast 90 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz sank um rund 12 Prozent. Covestro-Aktien legten auf Tradegate um 0,1 Prozent zu./edh/jha/

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