Aktien Frankfurt Ausblick: Renditeanstieg bremst Dax nach Rekordhoch erneut aus


Werte in diesem Artikel
Indizes

24,846.25 EUR -619.00 EUR -2.43 %

6,186.32 EUR -133.54 EUR -2.11 %

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der nach dem Rekordhoch am Vortag schon etwas zurückgefallene Dax (DAX 30) dürfte am Donnerstag wegen erneuter Zinssorgen den schwachen internationalen Börsen folgen. Der X-Dax als Indikator für den Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor dem Auftakt ein Minus von 0,68 Prozent auf 13 983 Punkte. Am Vortag hatte es beim Dax noch bis nahe an die 14 200 Punkte gereicht.

Werbung

Es bleibt somit dabei, dass die Anleger nach kurzen Anstiegen schnell Kasse machen. "Die Bären bieten den Bullen erneut die Stirn", schrieb der Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners am Morgen. "Der Kampf um die 14 000-Punkte-Marke geht in eine neue Runde." Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wird am Donnerstag mit minus 0,67 Prozent erwartet.

Die Schwäche an den US-Börsen, wo am Vortag erneut die Technologiewerte abgestoßen wurden, setzte sich am Morgen auch an den asiatischen Handelsplätzen fort. Als Auslöser gilt erneut die Situation am Anleihenmarkt, wo die Rendite zehnjähriger US-Anleihen nach einigen Tagen der Stabilität mittlerweile wieder in Richtung der 1,5-Prozent-Marke tendiert. Damit ist das in der Vorwoche schon belastende Thema zurück auf der Börsenagenda. Hoch bewertete Technologie- und Wachstumswerte trifft der Renditeanstieg besonders.

Am Aktienmarkt hierzulande ist der Tag bestimmt von der Berichtssaison mit Zahlen des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA (Merck), des Immobilienkonzerns Vonovia (Vonovia SE (ex Deutsche Annington)) und des Konsumgüterherstellers Henkel (Henkel vz) aus dem Dax sowie weiteren Geschäftsberichten von MDAX- und SDAX-Unternehmen. Merck verloren vorbörslich auf Tradegate 1,7 Prozent zum Xetra-Schluss. Ein Händler sagte, die Prognose für 2021 sei nicht so gut, wie sie zunächst erscheine.

Werbung

Auch die am Vorabend von der Deutschen Börse beschlossenen Indexänderungen, die zum 22. März in Kraft treten, nehmen Einfluss auf die Kurse. Im Dax rückt Siemens Energy an die Stelle des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf. HelloFresh bleibt derweil noch im MDax. Siemens Energy reagierten darauf vorbörslich auf Tradegate mit plus fünf Prozent zum Xetra-Schluss. Beiersdorf gaben moderat nach.

Die Papiere des Kochboxen-Versenders Hellofresh verloren zweieinhalb Prozent auf Tradegate zum Xetra-Schluss. Dies bestätigt den jüngsten Trend: Pandemie-Krisengewinner werden in Zeiten von Lockdown-Aufweichungen verkauft. In Deutschland wurde der Lockdown zwar grundsätzlich bis 28. März verlängert, jedoch gibt es mittlerweile zahlreiche Ausnahmen./ajx/jha/

Werbung

DAX Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für DAX nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Keine Analysen gefunden.