Aktien Frankfurt: Ausverkauf wegen Coronavirus geht weiter


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Furcht vor den Folgen des Coronavirus hat die Börsen weiter fest im Griff. Nach der Verschnaufpause vom Vortag büßte der Dax (DAX 30) am Donnerstagvormittag gut zwei Prozent auf 12 509,67 Punkte ein. Am Vortag war der Index bereits auf den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober abgesackt. US-Präsident Donald Trump gelang es in der Nacht zum Donnerstag in einer Rede nach Einschätzung von Händlern nicht, die Märkte zu beruhigen. Die Verluste des Dax seit Donnerstag vergangener Woche summieren sich mittlerweile auf mehr als neun Prozent.

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Trump hatte nach Warnungen der US-Gesundheitsbehörde CDC vor einer Ausbreitung des Virus auch in den USA vor einer Panik gewarnt. Er denke nicht, dass eine Ausbreitung in den USA unvermeidlich sei. Der Präsident betonte zugleich: "Was immer auch passiert, wir sind vollständig vorbereitet." Er schloss weitere Reiseeinschränkungen wegen des Virus nicht aus.

Der MDAX der mittelgroßen deutschen Börsenwerte fiel um zwei Prozent auf 26 597,31 Punkte. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitbarometer der Eurozone rutschte ebenfalls um gut zwei Prozent ab.

Die Gemütslage an den Aktienmärkten beschrieb Dhaval Joshi von BCA Research so, dass Anleger die Folgen des Coronavirus nach wie vor nicht ausreichend würdigten. "Und dass es nach unten noch ein weiter Weg ist", wie der Stratege sagte. Gleichzeitig seien jedoch die Renditen an den Anleihemärkten teils auf neue Rekordtiefs gefallen. Für langfristig orientierte Investoren könnten daher Aktien auf niedrigerem Niveau wieder attraktiv werden.

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Weiterhin im freien Fall befinden sich sie Aktien der Lufthansa. Sie sackten um fast sechs Prozent ab auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Analyst Daniel Roeska von Bernstein Research begründete die heftigen Einbußen europäischer Airline-Aktien damit, dass Anleger vor den Verlusten augenscheinlich auf eine Eindämmung des Coronavirus in der Region Asien gesetzt hätten.

Aktien von Bayer sackten um 3,5 Prozent ab. Die Gewinnprognose des Pharma- und Agrarchemiekonzerns für 2020 liegt etwas unter dem Analystenkonsens und berücksichtigt noch keine Folgen der Epidemie. Analyst Dennis Berzhanin von Pareto Securities bemängelte einen schwachen Ausblick.

Der Online-Modehändler Zalando stellte die Ziele für 2020 unter den Vorbehalt des Coronavirus. Der Aktienkurs sackte daraufhin um 7,3 Prozent ab. Auch der LED-Spezialist Aixtron wies mit Blick auf die künftigen Geschäfte auf das Virus hin. Der Kurs fiel um knapp sechs Prozent.

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Lichtblicke gab es nur wenige. Aktien von QIAGEN gewannen 4,2 Prozent. Der Diagnostikspezialist beginnt mit der Auslieferung von Testkits für das Covid-19-Virus. Beim Anlagenhersteller Dürr lobte Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank eine überraschend hohe Profitabilität 2019. Dürr-Aktien gewannen vier Prozent.

Die Aktien der Immobiliengesellschaften TAG und Alstria Office (alstria office REIT-AG) hielten sich nach Vorlage von Zahlen etwas besser als der schwache Gesamtmarkt, sie verloren 0,6 beziehungsweise 1,2 Prozent./bek/jha/

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