Aktien Frankfurt: Dax dümpelt vor sich hin


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind auch am Mittwoch auf Tauchstation gegangen. "Die Euphorie aus der vergangenen Woche scheint verflogen und der Markt hat Mühe, in den letzten Handelstagen des Jahres den nötigen Schwung in Richtung Allzeithoch zu gewinnen", kommentierte Marktanalyst Milan Cutkovic von Axitrader. Selbst positive deutsche Konjunkturdaten konnten den heimischen Börsen kein neues Leben einhauchen.

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Der Dax (DAX 30) notierte am Nachmittag 0,21 Prozent tiefer bei 13 259,53 Punkten. Der MDAX, der tags zuvor ein Rekordhoch erreicht hatte, fiel zuletzt um 0,21 Prozent auf 28 238,68 Zähler zurück. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verbuchte hingegen ein leichtes Plus von rund 0,1 Prozent.

Letztendlich haben die Teileinigung im Handelsstreit zwischen USA und China und der Wahlsieg der Tories in Großbritannien bislang nur kurz für Unterstütztung an den deutschen Handelsplätzen gesorgt. Inzwischen geht mit dem Bekenntnis von Premierminister Boris Johnson, dass eine Verlängerung der Übergangsphase für den Brexit ausgeschlossen sei, ein neues Gespenst unter den Marktteilnehmern um. Damit drohe Ende 2020 doch noch ein Brexit ohne Vertrag, schrieb Cutkovic.

Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, stieg der Geschäftsklimaindex im Dezember auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr und zum zweiten Mal in Folge. Analysten hatten mit einem geringeren Zuwachs gerechnet. "Die deutsche Wirtschaft geht zuversichtlicher ins neue Jahr", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die befragten Unternehmen bewerteten sowohl die aktuelle Lage als auch ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate besser.

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Auf Unternehmensseite setzte nach einer enttäuschenden Prognose von Jungheinrich eine massive Flucht aus den Papieren des Gabelstaplerherstellers ein. Der Konzern kämpft seit einiger Zeit mit einer Auftragsflaute und rechnet nun wegen der aktuell unsicheren Konjunktur für das kommende Jahr mit einem schwächeren Verlauf als 2019. Der Jungheinrich-Kurs brach um mehr als 23 Prozent ein. Dieser Sog zog die Anteilsscheine des Konkurrenten Kion (KION GROUP) um 5,5 Prozent mit nach unten.

Im Dax büßten die Titel des Reifenherstellers Continental als Dax-Schlusslicht 1,7 Prozent ein. Sie litten unter den November-Absatzzahlen des französischen Konkurrenten Michelin. Analystin Gungun Verma von Goldman Sachs zog eine durchwachsene Bilanz: Das Europa-Geschäft mit Reifen für Pkw und Transporter sei weiterhin schwach, das Erstausrüstungsgeschäft in China habe allerdings positiv überrascht.

Die Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) (Fresenius Medical Care) verbuchten nach einer Kurszielsenkung der SocGen-Analysten ein Minus von rund 1 Prozent. Eine gestrichene Kaufempfehlung der HSBC-Analysten sorgte bei WashTec für Enttäuschung. Die Papiere des Waschanlagen-Herstellers sackten um mehr als 5 Prozent ab.

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Der Eurokurs sank auf zuletzt 1,1114 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1162 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,30 Prozent am Vortag auf minus 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,02 Prozent auf 144,22 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,12 Prozent auf 171,95 Punkte./edh/fba

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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