Aktien Frankfurt: Dax mit weiterer Bestmarke - Aber Gewinne bröckeln


Aktien Frankfurt: Dax mit weiterer Bestmarke - Aber Gewinne bröckeln
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Unbeirrt von hohen Ölpreisen setzt der DAX seine Rekordrally fort. Zunächst beeinflusste die Berichtssaison der Unternehmen das Gesamtbild deutscher Aktien am Mittwoch weiter positiv. Nach Inflationsdaten aus den USA schaffte der Dax eine Bestmarke bei 26.573 Punkten, bevor die Kursgewinne wieder etwas eingedämmt wurden.

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Zuletzt kam der deutsche Leitindex mit 26.508 Zählern noch auf ein Plus von 0,4 Prozent. Sein kleinerer Indexbruder MDAX stieg zeitgleich um ein Prozent auf 32.552 Zähler. In New York steuerten die Börsen vor allem im Technologiesektor auf Gewinne zu.

Die Inflation in den USA ist im Juli wie erwartet etwas gesunken. Laut der Landesbank Helaba war der Preisauftrieb im Juli in den USA zu Zeiten relativ niedriger Benzinpreise noch schwach gewesen. Der Experte Ralf Umlauf rechnet aber im August mit einem Umkehreffekt, weil die Ölpreise derzeit wieder steigen wegen anhaltender Drohungen und Warnungen im Iran-Krieg. Immerhin hieß es aber am Mittwoch aus pakistanischen Sicherheitskreisen, dass eine vereinbarte Waffenruhe verlängert werden solle.

International waren die Zahlen einiger Unternehmen wieder förderlich für die KI-Fantasie der Anleger. Zu den Dax-Favoriten gehörte vor dem Hintergrund des boomenden Themas Siemens Energy, mitunter wegen positiver Nachrichten vom Windkraft-Spezialisten Vestas (Vestas Wind Systems A-S). Dieser erhöhte seine Prognose und zog neben den Titeln des Energietechnik-Konzerns auch den Kurs des deutschen Konkurrenten Nordex deutlich nach oben.

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Die KI-Fantasie, die auch deutsche Chipwerte steigen ließ, wurde am Mittwoch aber auch vom US-Unternehmen Coreweave angetrieben - mit einem stärker als erwartet ausgefallenem Umsatzwachstum. Mit Rückenwind davon legten im deutschen Tech-Bereich die Titel des Chipkonzerns Infineon und von Branchenausrüstern wie Aixtron (AIXTRON SE) oder Suss Microtec (SUSS MicroTec SE (ex SÜSS MicroTec)) um bis zu sechs Prozent zu.

Auch das Photonik-Unternehmen JENOPTIK überzeugte als KI-Wert mit etwas optimistischeren Jahreszielen. Als Treiber eines Anstiegs um 4,6 Prozent kamen starke Resultate des US-Optoelektronik-Unternehmens Lumentum hinzu.

Unternehmenszahlen von Dax-Werten lieferten keine positiven Impulse. Der Kurs von Hannover Rück bewegte sich relativ moderat im Minus. Bei Brenntag (Brenntag SE) ging es um 1,1 Prozent bergab und bei Eon (EON SE) sogar um 1,6 Prozent. Bei dem Energiekonzern wurde es wohl als Enttäuschung gewertet, dass die Jahresziele nicht erhöht wurden.

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Eine favorisierte Branche war außerdem der Rüstungssektor. Hier verschaffte TKMS (TKMS thyssenkrupp Marine Systems) Rückenwind mit einem Kurssprung um mehr als 13 Prozent. Eine von dem Marineschiffbauer deutlich erhöhte Umsatzprognose kam bei den Anlegern sehr gut an. Analysten halten es für möglich, dass das Unternehmen demnächst auch seine mittelfristigen Ziele anhebt. Der Auftragsbestand sichert TKMS die Beschäftigung für viele Jahre.

Das Bilfinger (Bilfinger SE)-Papier dagegen rutschte als MDax-Schlusslicht um 4,5 Prozent ab. Der Industriedienstleister bekam im zweiten Quartal die Zurückhaltung der Kunden wegen des Iran-Konflikts zu spüren. Das Unternehmen musste einen schrumpfenden Auftragseingang hinnehmen. Es peilt nun bei der operativen Marge das untere Ziel der zuvor ausgegebenen Spanne an.

Bechtle (Bechtle) konnte sich nach den eigenen Zahlen nicht vom Vortagsrutsch wegen enttäuschender Resultate des Konkurrenten Cancom (CANCOM SE) erholen. Der Kurs verlor fast ein Prozent während jener von Cancom nochmals um mehr als drei Prozent absackte. Frischer Schwung durch ambitionierte Ziele von Bechtle blieb also aus.

Durchwachsen war das Feedback auf die Resultate der MDax-Mitglieder TUI und K+S (K+S). Während der Reisekonzern im Quartal die Erwartungen verfehlte und seine Papiere 0,8 Prozent verloren, ging es bei dem Düngemittelkonzern um 4,4 Prozent nach oben. Das operative Ergebnis von K+S liege ordentlich über den Erwartungen, schrieb die JPMorgan-Expertin Angelina Glazova./tih/mis

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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