Aktien Frankfurt: Dax pausiert - Anleger warten auf Berichte von US-Banken
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer fünftägigen Rally des Dax (DAX 40) und dem Anstieg über 16 000 Punkte hat der Leitindex am Freitagmittag eine Pause eingelegt. Zumal im weiteren Verlauf des Tages mit JPMorgan (JPMorgan ChaseCo), der Citigroup und Wells Fargo (Wells FargoCo) drei Großbanken die Saison der Quartalsberichte in den USA einläuten. Der Dax lag zuletzt mit 0,3 Prozent im Minus bei 16 091 Zählern. Für die Börsenwoche zeichnet sich gleichwohl ein Gewinn von gut drei Prozent ab.
"Jetzt müssen die Unternehmen ihre zuletzt wieder deutlich angestiegenen Aktienkurse mit mindestens stabilen, im Idealfall gestiegenen Gewinnen rechtfertigen", stellte Börsenexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest. Nach der jüngsten Rally dürfte die Messlatte höher gelegt worden sein, ist der Dax doch von seinem Rekordhoch nach einem starken ersten Halbjahr nur noch gut 300 Punkte entfernt.
Der MDAX mit den 50 mittelgroßen Titeln gab um 0,25 Prozent auf 27 927 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Börsenbarometer für die Schwergewichte der Eurozone lag moderat im Plus.
Unter den Einzelwerten fanden sich die Aktien von Brenntag (Brenntag SE) am Dax-Ende wieder mit einem Abschlag von 3,3 Prozent. Wegen einer Nachfrageschwäche in der Chemiebranche riet JPMorgan zum Verkauf der Aktien des Chemikalienhändlers.
Eine Kaufempfehlung der Bank HSBC für die Papiere der Merck KGaA (Merck) bescherte dem Kurs ein Plus von 0,7 Prozent. Bei Bayer riet HSBC hingegen zum "Reduzieren", was den Kurs um 1,1 Prozent nachgeben ließ.
Als negativ für den Autosektor werteten Händler einen Medienbericht, dem zufolge Mercedes-Benz (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)) einen Preiskrieg bei Elektroautos auf dem wichtigen Absatzmarkt China beobachtet. Die Papiere von Mercedes-Benz, Porsche, Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) und BMW wiesen daraufhin Kursverluste von bis zu 1,3 Prozent auf.
Unter den Nebenwerten profitierten Telefonica Deutschland mit plus 1,4 Prozent von einer positiven Studie von Morgan Stanley. Sixt-Aktien (Sixt SE St) büßten hingegen als schwächster MDax-Wert 5,8 Prozent ein, nachdem die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung gekappt hatte./bek/men
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
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