Aktien Frankfurt: Entspannung vor dem Wochenende


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) hat seinen jüngsten Rücksetzer am Freitag weiter hinter sich gelassen. Mit Aussicht auf eine abermals freundliche Wall Street notierte der deutsche Leitindex am Nachmittag mit 0,63 Prozent im Plus bei 15 295,33 Zählern. Der MDAX der mittelgroßen Werte stieg zuletzt um 0,62 Prozent auf 31 891,31 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging es um 0,84 Prozent auf 3985,74 Punkte aufwärts.

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Der Dax hat eine schwankungsreiche Woche hinter sich. In den USA hatten zunehmende Inflationssorgen verbunden mit der Angst vor schneller steigenden Zinsen für Kurskapriolen gesorgt, die auch auf die hiesigen Märkte übergriffen. Anleger hatten befürchtet, dass die US-Notenbank wegen des überraschend starken Anstiegs der Teuerung schneller als gedacht von ihrer ultralockeren Geldpolitik abweichen könnte, die als Treiber der Aktienmärkte gilt. Am Vortag war der deutsche Leitindex unter die Marke von 15 000 Punkten und zeitweise bis auf den tiefsten Stand seit Ende März gefallen.

Die US-Notenbank Fed hatte zuletzt jedoch erfolgreich die Sorgen der Anleger beschwichtigen können. Die Währungshüter betonten, die vom Hochfahren der Wirtschaft ausgelöste Inflation sei nur vorübergehender Natur. Mit der Erholung an der tonangebenden Wall Street seit Donnerstag geht es auch hierzulande wieder aufwärts. Dennoch bleibe die Nervosität unter den Anlegern hoch, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners. Auch die bisherige Wochenbilanz für den Dax ist negativ.

Christian Henke vom Broker IG erklärte, die Preissteigerungen dürften in den nächsten Wochen und Monaten von den Anlegern weiter ganz genau beobachtet werden. Für die Börsen bestehe letztlich aber nur dann eine Gefahr, wenn die Preise nachhaltig stiegen. Denn anziehende Zinsen erhöhen die Attraktivität festverzinslicher Anlageformen, wodurch Aktien im Gegenzug belastet werden können. Die vor dem Auftakt an der Wall Street veröffentlichten neuen US-Konjunkturdaten sorgten indes zunächst nicht für weitere größere Kursverwerfungen.

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Im Dax waren zuletzt die konjunktursensiblen Autobauer wieder gefragt, um die die Anleger am Vortag noch einen großen Bogen gemacht hatten. Volkswagen (Volkswagen (VW) vz), Daimler und BMW und die Papiere des Reifenherstellers Continental legten als Dax-Favoriten um bis zu 2,2 Prozent zu.

Aktien von Sportartikelherstellers adidas waren im frühen Handel auf ein Hoch seit März geklettert, zuletzt lagen sie noch mit rund einem halben Prozent im Plus. Ein Händler verwies auf einen Pressebericht, wonach die Unternehmen von Authentic Brands und Wolverine World Wide offenbar eine gemeinsame Offerte für die US-Marke Reebok planen in Höhe von etwas mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Auch einige Quartalsbilanzen beschäftigen die Anleger. Der Höhepunkt des Zahlenreigens ist aber überschritten. Im MDax führten ENCAVIS mit einem Aufschlag von mehr als 4 Prozent. Der Jahresauftakt des Wind- und Solaranlagenbetreibers war zwar mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen schwach ausgefallen, am Markt stützte aber der bestätigte Jahresausblick des Unternehmens. Ein Händler lobte zudem den operativen Barmittelfluss.

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Gewinnmitnahmen drückten Aktien von Knorr-Bremse bis zum Nachmittag mit 0,8 Prozent ins Minus, nachdem sie am Morgen noch um mehr als 6 Prozent in Richtung ihres Zwischenhochs aus dem April gestiegen waren. Analysten lobten den starken Jahresstart beim Lkw- und Zugbremsenhersteller. JPMorgan-Experte Akash Gupta führte die anfänglich starke Kursreaktion auch auf die bisher schwache Entwicklung der Aktie in diesem Jahr zurück.

Am deutschen Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,18 Prozent am Vortag auf minus 0,20 Prozent Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,08 Prozent auf 143,86 Punkte. Punkte, während der Bund-Future zuletzt um 0,02 Prozent auf 169,05 Zähler zulegte

Der Euro stieg und wurde zuletzt zu 1,2128 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,2081 Dollar festgesetzt./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

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