Aktien Frankfurt: Keine waghalsigen Manöver vor EZB-Entscheid


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich die Dax-Anleger (DAX 30) am Donnerstag zurückgehalten. Anfangs hatte der Leitindex seine kräftigen Vortagesgewinne etwas ausgebaut, danach war die Luft raus. Gegen Mittag notierte er mit plus 0,04 Prozent bei 13 242,26 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor bislang 0,25 Prozent auf 27 465,97 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx (EURO STOXX 50) ging es um rund 0,3 Prozent nach unten.

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Am frühen Nachmittag werden die neuen Projektionen der EZB erwartet. Dabei wird es auch darum gehen, ob Notenbankchefin Christine Lagarde auf die geänderte geldpolitische Strategie der US-Zentralbank Fed eingehen wird. Ihre lockere Geldpolitik wird die EZB laut Ökonomen indes bestätigen. Darin sehen Markteilnehmer weiterhin einen der wichtigsten Treiber für die Aktienmärkte.

Tags zuvor waren die Stabilisierung an der US-Technologiebörse Nasdaq sowie die Aussicht auf eine etwas optimistischere Europäische Zentralbank (EZB) die Auslöser eines erneut kräftigen Kursanstiegs. Eine Abkühlung, aber keine Trendwende - so lasse sich die Marktentwicklung der vergangenen Tage vor allem bei den heiß gelaufenen US-Technologieaktien zusammenfassen, schrieb Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets angesichts des Wiedereinstiegs der Anleger in diese Werte.

Eine Verkaufsempfehlung der UBS setzte im Dax Covestro unter Druck. Die Papiere des Kunststoffkonzerns rutschten um 1,1 Prozent ab, hatten seit Anfang August allerdings deutlich zugelegt. Die Anteile des Konsumgüterkonzerns Henkel (Henkel vz) gewannen an der Index-Spitze 1,3 Prozent und versuchten den Ausbruch über die Charthürde bei 88 Euro.

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Eine Kreise-Meldung, wonach die Euronext (Euronext NV) und die Deutsche Börse offenbar Offerten für die Borsa Italiana erwägen, ließ die Anleger des deutschen Börsenbetreibers kalt, die Titel des Dax-Konzerns bewegten sich mit plus 0,1 Prozent nur wenig von der Stelle.

Im MDax notierten die Papiere von Knorr-Bremse kaum verändert nach detaillierten Quartalszahlen und einer leicht optimistischeren Prognose. Die Aktien des Lkw- und Zugbremsenherstellers hatten erst in der vergangenen Woche ein Rekordhoch erreicht./ajx/stk

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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