Aktien Frankfurt: Moderate Verluste trotz ZEW-Einbruch


Werte in diesem Artikel
Indizes

25,266.53 EUR -144.10 EUR -0.57 %

6,272.50 EUR -27.32 EUR -0.43 %

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwachen ZEW-Daten zum Trotz hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag nur leicht nachgegeben. Die Anleger blieben gelassen. Der deutsche Leitindex Dax (DAX 30) verlor bis zur Mittagszeit 0,34 Prozent auf 13 093,14 Punkte. Der MDAX der 60 mittelgroßen Börsentitel sank um 0,70 Prozent auf 27 959,94 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) büßte 0,21 Prozent ein.

Werbung

"Die an Intensität gewinnende zweite Corona-Infektionswelle trübt nun auch den wirtschaftlichen Ausblick ein", kommentierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein die ZEW-Daten. "Aber auch die Unsicherheiten, wie es nach den US-Präsidentschaftswahlen weitergeht, dürften zumindest am Rande eine Rolle gespielt haben." So werde es immer deutlicher, dass die Herbst- und Wintermonate für die deutsche Wirtschaft schwierig werden.

Wie am späten Vormittag bekannt wurde, trübten sich die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im Oktober überraschend stark ein. Zwar war von Experten ein Rückgang des ZEW-Index erwartet worden, doch nicht bis auf 56,1 Punkte. Analysten hatten mit 72,0 Punkten gerechnet, nach 77,4 Punkten im September.

In den USA stehen im weiteren Tagesverlauf die Verbraucherpreisdaten an, die für die Geldpolitik der US-Notenbank von Bedeutung sind. Außerdem veröffentlicht der Internationale Währungsfonds (IWF) neue Wachstumsprognosen für die globale Wirtschaft.

Werbung

Unter den Einzelwerten ragten im Dax die Papiere von Beiersdorf mit plus 1,2 Prozent positiv heraus. Bernstein nahem die Aktie des Konsumgüterherstellers mit "Outperform" in die Bewertung auf und die von Henkel (Henkel vz) mit "Underperform". Analyst Bruno Monteyne verwies in der Branchenstudie auf die große Bedeutung einer nachhaltigen Preissetzungsmacht, da von dorther die Ertragskraft komme.

Schlusslicht waren zur Mittagszeit die Aktien von Fresenius (Fresenius SECo) mit minus 1,7 Prozent.

Im MDax indes ging es für die Anteilsscheine von MorphoSys um etwas mehr als 8 Prozent abwärts. Eine mögliche Anteilsverwässerung belastete die Aktien des Biotech-Unternehmens. Das Unternehmen will eine Wandelanleihe im Volumen von 325 Millionen Euro begeben. Die Aktien von Fraport verloren angesichts eines Rückschlags bei der Erholung des Passagieraufkommens im September 4,1 Prozent.

Werbung

Um 3,3 Prozent sanken die Aktien von Gerresheimer. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach teils gemischt ausgefallenen Zahlen zum dritten Geschäftsquartal.

Evotec (EVOTEC SE) indes reagierten mit Kursgewinnen von 2,6 Prozent auf die Nachricht über einen neuen Großaktionär. Die Kapitalerhöhung im Zuge des Einstiegs des Staatsfonds von Abu Dhabi stört die Anleger angesichts des neuen, langfristig engagierten Großaktionärs wenig.

Analystenstudien bewegten zudem die Papiere von Airbus (Airbus SE (ex EADS)), Telefonica Deutschland und TeamViewer. Die US-Bank JPMorgan senkte ihr Anlageurteil für den Flugzeugbauer auf "Underweight" und kappte das Kursziel, was den Airbus-Aktien ein Minus von 3,1 Prozent einbrockte.

Die Anteilsscheine des Mobilfunkunternehmens wurden von JPMorgan zugleich weiter zum Kauf mit einem auf 3,60 Euro angehobenen Kursziel empfohlen. Um 2,3 Prozent ging es zuletzt für diese Papiere hoch. Teamviewer profitierten ebenfalls mit plus 2,3 Prozent von einer Kaufempfehlung der Commerzbank./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.