Aktien Frankfurt Schluss: Sinkende Ölpreise und Kursgewinne von SAP treiben an


FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Kurssprung bei den Aktien des Schwergewichts SAP (SAP SE) und der wieder sinkende Ölpreis haben dem DAX am Freitag wieder nach oben verholfen. Nach dem Rückschlag am Donnerstag stieg der deutsche Leitindex um 1,36 Prozent und beendete den Handel damit quasi auf seinem Tageshoch von 25.099,00 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Plus von 1,1 Prozent.

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Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es am Freitag um 0,92 Prozent auf 31.965,53 Punkte hinauf. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,14 Prozent auf 6.280,94 Zähler.

Derweil bleibt das Marktumfeld schwierig. Neue Sorgen um KI-Investitionen und Kriegshandlungen in Nahost bestimmen weiterhin das Bild. US-Präsident Donald Trump setzte die Angriffe auf den Iran in der 13. Nacht in Folge fort und versucht im Konflikt um die Straße von Hormus den Druck zu erhöhen. Verschärft wurde die Lage zuletzt von Angriffen der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer.

"Von unbeschwerter Sommer-Sorglosigkeit kann an den Märkten weiterhin keine Rede sein", schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Das Börsenfahrwasser bleibe angesichts des Nahostkonflikts, wachsender KI-Zweifel und geldpolitischer Unwägbarkeiten rau.

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Immerhin lag der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent zuletzt wieder deutlich unter 100 US-Dollar je Fass (159 Liter). Am Donnerstag war der Ölpreis erstmals seit Ende Mai über diese runde Marke geklettert und hatte damit die Inflationsängste weiter angeheizt.

Die Papiere des Softwarekonzerns SAP gewannen zum Wochenschluss an der Dax-Spitze 9,3 Prozent und stützten damit den Leitindex merklich. Der sogenannte Current Cloud Backlog, also der kurzfristige Cloud-Vertragsbestand, übertraf die Analystenerwartungen. Experte Charles Brennan von Jefferies sieht darin ein Indiz für eine starke Auftragsentwicklung im zweiten Quartal. Die Kennziffer widerlege die zuletzt spürbare Zurückhaltung der Investoren. "Das Cloud-Geschäft bleibt das wesentliche Zugpferd und wächst weiter rasant", kommentierte Andreas Lipkow con CMC Markets. Es seien keine Blessuren durch Künstliche Intelligenz bei den Walldorfern zu erkennen./ajx/he

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