Aktien Frankfurt: Starker Monatsbeginn - FMC schockt Anleger mit Prognose


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch am zweiten Tag im Monat Februar haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt kräftig zugelegt. Der Leitindex Dax (DAX 30) stieg am Dienstagnachmittag um 1,05 Prozent auf 13 765 Punkte und baute die Gewinne vom Wochenauftakt aus. Nur gut zweieinhalb Prozent fehlen dem Dax zu einem weiteren Rekordhoch.

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Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba sprach von einem "Monatsanfangseffekt": Typischerweise und statistisch belegbar stiegen die Börsen zum Monatsanfang. Zu begründen sei dies unter anderem mit dem Mittelzufluss von Investmentfonds.

Zudem hätten sich Anleger an der US-Börse Nasdaq am Vortag optimistisch gezeigt und die Schwergewichte Amazon und Alphabet (Alphabet A (ex Google)) gekauft in Erwartung starker Quartalszahlen, sagte Analyst Manfred Bucher von der Landesbank BayernLB. Die beiden Tech-Giganten lassen sich am Abend nach Börsenschluss in die Bücher schauen.

Der MDAX der mittelgroßen Werte legte um 1,24 Prozent zu auf 31 831 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gewann 1,3 Prozent.

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Regelrecht entsetzt zeigten sich Anleger mit Blick auf die Aktien von FMC (Fresenius Medical Care). Diese brachen um elf Prozent ein auf den niedrigsten Stand seit März. Der Börsenwert des Unternehmens schmolz um mehr als zwei Milliarden Euro. Von einem "schockierenden Ausblick" sprach ein Händler mit Blick auf das Gewinnziel des Dialysekonzerns. Um bis zu einem Viertel dürfte der Gewinn in diesem Jahr einbrechen. Als Grund nannte das Unternehmen eine erhöhte Sterblichkeit von Blutwäschepatienten im Zusammenhang mit Covid-19. Die Papiere des Mutterkonzerns Fresenius (Fresenius SECo) büßten im Sog von FMC knapp fünf Prozent ein.

Gesucht waren dagegen im Dax die Aktien der Autobauer und ihrer Zulieferer. Die Kursgewinne reichten von einem Prozent für Infineon bis zu vier Prozent für Continental. Die Anleger setzen schon länger auf eine durchgreifende Erholung der weltweiten Automobilnachfrage.

Zu den größten Gewinnern im MDax avancierten Airbus (Airbus SE (ex EADS)) mit plus fünf Prozent. Die Investmentbank Citigroup machte mit einem Kursziel von 102 Euro ein Aufwärtspotenzial von mehr als 20 Prozent aus. Die Bank Morgan Stanley rief sogar ein Kursziel von 112 Euro aus und riet ebenfalls zum Kauf der Papiere des Flugzeugherstellers. In ihrem Fahrwasser gewannen auch die Aktien des Triebwerkproduzenten MTU (MTU Aero Engines) 2,6 Prozent.

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Der Energiekonzern Siemens Energy will in der Sparte Gas & Power 7800 Stellen streichen. Das half dem Kurs aber nicht, nach hohen Kursgewinnen seit Anfang November gab er um ein Prozent nach. Aktien der Shop Apotheke (Shop Apotheke Europe NV) stiegen an der Spitze des MDax um sieben Prozent auf ein Rekordhoch. Die Online-Apotheke gilt als Profiteur der Corona-Krise.

Der Euro fiel am Dienstag auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung auf 1,2043 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,2084 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite auf minus 0,52 Prozent nach minus 0,54 Prozent am Montag. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) gab um 0,11 Prozent auf 145,89 Punkte nach. Der Bund-Future fiel um 0,28 Prozent auf 176,72 Punkte./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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