Aktien Frankfurt: Verschnaufpause an der Börse - Anleger sichern Gewinne


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Erst einmal Gewinne sichern - nach dieser Devise haben offenbar viele Anleger am Dienstag nach der jüngsten Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt entschieden. Der Dax (DAX 30) war bereits am Morgen mit leichten Verlusten gestartet, am Mittag betrug das Minus zuletzt 0,79 Prozent auf 13302,30 Punkte. Noch am Vortag hatte der deutsche Leitindex bei 13 425 Zählern sein bisher höchstes Niveau in diesem Jahr erreicht. Trotz der aktuellen Verschnaufpause hoffen die Börsianer aber weiterhin auf die Jahresendrally und schielen bereits auf die Bestmarke im Dax bei 13 596 Punkten aus dem Januar 2018.

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Der MDAX, der bereits zu Wochenbeginn einen weiteren Rekordstand erreicht hatte, verlor zuletzt 0,22 Prozent auf 28 192,36 Zähler. Auch europaweit lief der Handel nach den am Vortag erreichten Höchstständen eher verhalten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging es um 0,61 Prozent abwärts. Zu Wochenbeginn war das Börsenbarometer noch auf den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2015 geklettert. Auch die Wall Street hatte am Vorabend ihre Rekordjagd fortgesetzt.

Triebfeder für die jüngste Rally an den internationalen Handelsplätzen ist vor allem die Teileinigung zwischen USA und China im Handelskrieg. Zudem scheint mit dem Wahlsieg der Tories in Großbritannien auch die Brexit-Hängepartie aufs Erste beendet, die bisher ebenfalls ein gewichtiger Bremsklotz für die Börsen war. Es wird davon ausgegangen, dass das nun von der konservativen Partei unter Boris Johnson dominierte Parlament dessen Brexit-Abkommen durchwinken wird. Der britische Premierminister will die Abgeordneten bereits Ende dieser Woche über das entsprechende Ratifizierungsgesetz abstimmen lassen.

Auf Unternehmensseite kamen konkrete Nachrichten vor allem aus den hinteren Börsenreihen. Mit einem erneuten Dividendenausfall enttäuschte der Elektronikhändler Ceconomy (Ceconomy St) die Aktionäre - die Anteile der im SDAX notierten Mutter der Ketten Media Markt und Saturn gehörten mit einem Minus von mehr als dreieinhalb Prozent zu den schwächsten Werten. Die Prognose für das operative Ergebnis im neuen Geschäftsjahr ist laut Baader-Analyst Volker Bosse indes besser ausgefallen als befürchtet.

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Corestate (Corestate Capital) gehörten indes mit gut drei Prozent Kursplus zu den Favoriten im Index. Bei den Börsianern kam gut an, dass sich Gründer Ralph Winter in einer Privatplatzierung von einem Großteil seiner Aktien an dem Immobilienunternehmen trennt.

Für ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media SE) ging es nach Marktgerüchten um mehr als zwei Prozent nach unten, denen zufolge das Unternehmen die Übernahme des US-Unternehmens Meet Group erwägt, eines Entwicklers einer Livestreaming-App. Airbus (Airbus SE (ex EADS)) profitierten unterdessen mit einem halben Prozent Kursplus moderat von der Nachricht, dass Konkurrent Boeing einen vorübergehenden Produktionsstopp für seinen Unglücksflieger 737-Max verkündet hat.

Ferner bewegten zahlreiche Unternehmensstudien. Anteile am Softwarekonzern SAP (SAP SE) etwa bauten nach einer Verkaufsempfehlung durch die Bank of America bis zum Mittag am Dax-Ende ihren Kursverlust auf rund drei Prozent weiter aus. Dagegen zogen 1&1 Drillisch nach einer Empfehlung durch das Bankhaus Lampe mit mehr als zweieinhalb Prozent von dannen. Rheinmetall folgten nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs mit mehr als zwei Prozent Plus. Analyst Chris Hallam traut der Rüstungssparte des Konzerns auch in Zukunft starkes Wachstum zu, womit die Probleme in der Autosparte mehr als wettgemacht werden dürften./tav/ag

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--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

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