AKTIEN IM FOKUS 2: Gewinneinbruch bei FMC belastet Aktie und auch Fresenius


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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Höhere Jahresziele des Krankenhaus- und Medizinkonzerns Fresenius haben der Aktie am Freitag an der Börse nicht weitergeholfen. Denn bei der Fresenius-Tochter FMC (Fresenius Medical Care) ist der Gewinn im zweiten Quartal um mehr als ein Drittel eingebrochen. Die Aktien des Dialyseanbieters sackten um sechs Prozent ab und zogen auch die von Fresenius um vier Prozent mit nach unten. Damit waren die beiden Titel die Schlusslichter in einem nachgebenden Dax (DAX 30).

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Bei FMC war das Ergebnis im vergangenen Jahresviertel deutlich stärker eingebrochen als erwartet, wie Analyst James Vane-Tempest von der US-Investmentbank Jefferies in einem Kommentar schrieb. Die überdurchschnittliche Sterblichkeit von Dialyse-Patienten wegen der Corona-Pandemie sei höher gewesen als von ihm zuvor prognostiziert. "Dieser Aspekt steht auch im zweiten Halbjahr im Fokus".

Am Markt habe zuletzt die Erwartung geherrscht, dass sich die Lage rund um Corona wieder deutlich entspannt. "Der Markt ist hinsichtlich der jüngsten Entwicklung zu zuversichtlich", hatte der Experte vor wenigen Tagen in einer Studie festgestellt. Die Optimisten hätten daher mit einer Anhebung der Jahresziele von FMC gerechnet - die nun aber ausgeblieben sei. Noch immer sei ein großer Teil der Dialyse-Patienten nicht geimpft, was mit Blick auf die grassierende Delta-Variante des Virus Risiken berge.

Die Covid-19-bedingte Übersterblichkeit von Dialysepatienten führte laut FMC nicht nur zu einer Unterauslastung der Dialysezentren, sondern wirkte sich im ersten Halbjahr auch auf nachgelagerte Geschäftsbereiche aus. So seien die abgesetzten Volumina von Gesundheitsprodukten in den USA und das Apothekengeschäft deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

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Im Unterschied zum - generell skeptischen - Jefferies-Analyst Vane-Tempest argumentierte Hassan Al-Wakeel von der Barclays Bank, dass sich die Bestätigung der Jahresziele durch FMC mit den Erwartungen am Markt decke. Er ist eher der Ansicht, dass der Kurs der Aktie nach einer Gewinnwarnung Anfang Februar und einem Kursrutsch anschließend wieder stark auf geholt habe. Und nun sei Zeit für eine "Atempause". Anfang des Jahres war der Kurs mit einer Gewinnwarnung um 20 Prozent abgesackt und hatte diese Verluste im Juni wieder wettgemacht.

Noch näher lägen Gewinnmitnahmen bei der Fresenius-Aktie. Diese war mit der Gewinnwarnung von FMC Anfang Februar ebenfalls unter Druck geraten. Vom Tief seinerzeit bei knapp 33 Euro legten sie anschließend bis zum Mai um 40 Prozent zu auf den höchsten Stand seit Anfang 2020. In den vergangenen beiden Monaten pendelte der Kurs auf hohem Niveau um 45 Euro./bek/tav/jha/

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Datum Rating Analyst
01.10.26 Fresenius SECo Buy Jefferies & Company Inc.
17.09.26 Fresenius SECo Buy UBS AG
16.09.26 Fresenius SECo Overweight Barclays Capital
09.09.26 Fresenius SECo Overweight JP Morgan Chase & Co.
08.09.26 Fresenius SECo Buy UBS AG

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