Aktien New York: Nervosität vor Zinsentscheid belastet


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NEW YORK (dpa-AFX) - Die anhaltende Nervosität vor dem US-Zinsentscheid macht den Anlegern an der Wall Street weiter zu schaffen. Am Dienstag sorgten zudem neue verbale Störmanöver von US-Präsident Donald Trump bei den laufenden Handelsgesprächen zwischen China und den USA für Verkaufsstimmung. Von Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen kam ebenfalls keine Unterstützung, da diese eher durchwachsen ausfielen.

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Entsprechend gab der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) um 0,20 Prozent auf 27 166,45 Punkte nach. Zu Wochenbeginn hatte der US-Leitindex mit Mühe ein kleines Plus ins Ziel gerettet. Die anderen Indizes, die schon schwach in die Woche gestartet waren, knüpften an diese Entwicklung an: Der marktbreite S&P 500 verlor 0,32 Prozent auf 3011,22 Punkte und der technologielastige Auswahlindex NASDAQ 100 sank um 0,37 Prozent auf 7959,79 Zähler.

Zum Auftakt der nach Monaten wieder aufgenommen Handelsgespräche zwischen den USA und China griff Trump mit mehreren Tweets das Reich der Mitte an. Unter anderem kritisierte er, dass China noch nicht mit dem vereinbarten Kauf von US-Agrarprodukten begonnen habe. Am Montag hatte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua hingegen berichtet, dass als "jüngster Fortschritt" Millionen Tonnen amerikanische Sojabohnen nach China verschifft worden seien.

Procter & Gamble (ProcterGamble) übertraf im vergangenen Geschäftsquartal trotz tiefroter Zahlen die Analystenerwartungen. Zudem kündigte der Konsumgüterhersteller ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von sechs bis acht Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2020 an. Die Aktien sprangen mit einem Plus von über vier Prozent an die Dow-Spitze und setzten damit ihre Rekordfahrt fort.

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Die Titel von Merck & Co (Merck) gewannen gut ein halbes Prozent. Der Pharmakonzern fuhr im zweiten Quartal unter anderem dank seines Flaggschiff-Medikaments Keytruda mehr Umsatz und Gewinn ein als von Analysten erwartet. Seine Jahresziele schraubte Merck wie schon im ersten Quartal erneut hoch. Aktien des Merck-Konkurrenten Pfizer setzten hingegen mit einem Minus von mehr als sechs Prozent ihre Talfahrt fort. Am Montag hatten die Anleger die angekündigte Generika-Fusion mit Mylan sowie die vorgezogenen Quartalszahlen sehr negativ aufgenommen.

Beim Düngemittelkonzern Nutrien (Nutrien (Ex Potash Agrium)) stand ungeachtet vorsichtiger Aussagen zum Kalimarkt ein Kursplus von gut acht Prozent zu Buche. In den USA hätten wetterbedingte Verzögerungen die Nachfrage im ersten Halbjahr gedrückt, berichtete der K+S-Konkurrent (K+S) bei Vorlage von Geschäftszahlen. Nur ein Teil dieser Rückgänge dürfte im zweiten Halbjahr wettgemacht werden. Von Analysten hieß es indes, Nutrien habe sich in einem schwierigen Marktumfeld gut geschlagen.

Derweil bremste das weiter schwächelnde Nordamerikageschäft des Sportartikelherstellers Under Armour dessen Wachstum im zweiten Quartal. Unter dem Strich schrieb der Adidas-Konkurrent (adidas) erneut rote Zahlen. Die Aktien sackten um fast 13 Prozent ab.

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Die Anteilseigner von Beyond Meat mussten ein Kursminus von neuneinhalb Prozent verkraften, obwohl der Fleischersatz-Spezialist mit einem fetten Umsatzplus im zweiten Quartal die Erwartungen mal wieder übertroffen hatte. Bereits vor der nachbörslichen Zahlenvorlage am Montag hatten die Titel deutlich nachgegeben - am vergangenen Freitag allerdings auch den höchsten Stand in der noch jungen Börsenhistorie des Unternehmens markiert.

Für Altria-Papiere (Altria) ging es nach dem Zwischenbericht um knapp viereinhalb Prozent nach unten. Der Tabakkonzern konnte zwar den Abwärtstrend beim Zigarettenabsatz stoppen. Doch die Anleger sahen darin offenbar keine nachhaltige Geschäftsstabilisierung./gl/fba

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