Aktien Wien Schluss: ATX mit plus 1,64 % klar fester


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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag mit deutlichen Kursgewinnen geschlossen. Der ATX stieg 54,99 Punkte oder 1,64 Prozent auf 3 405,49 Einheiten. Auch an den anderen europäischen Aktienmärkten ging es trotz unveränderter Belastungsfaktoren durch den Ukraine-Krieg nach oben. Die Nervosität unter den Anlegern sei weiterhin groß, kommentierte ein Marktbeobachter und verwies auf Inflationssorgen und Rezessionsängste.

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Ins Blickfeld der Anleger rückten Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell, der am Vorabend angesichts der "viel zu hohen" Inflationsrate die Möglichkeit schnellerer Leitzinserhöhungen avisierte. Zudem warnte Powell, der russische Angriffskrieg in der Ukraine könnte "bedeutende Folgen" für die globale Wirtschaft und auch das Wachstum in den USA haben.

Zu den Aktien im Fokus zählten Palfinger, die um 7,75 Prozent abrutschten. Der Salzburger Hebevorrichtungs-Hersteller hat Montagabend eine Gewinnwarnung abgesetzt. Infolge des Ukraine-Kriegs wird das operative Ergebnis (EBIT) 2022 "aus heutiger Sicht deutlich unter dem EBIT des Rekordjahres 2021 liegen", wie das Unternehmen Montagabend bekanntgab. Das Produktionsvolumen werde in den kommenden Wochen reduziert, "mit einer entsprechenden negativen Auswirkung auf Umsatz und Profitabilität".

Aktien von AT&S führten die Gewinnerliste im Prime Market mit plus 10,95 Prozent auf 53,20 Euro hingegen klar an. Marktbeobachter verwiesen auf die Nachricht, dass das Analystenhaus Jefferies die Bewertung der Titel mit der Kaufempfehlung "Buy" und einem Kursziel von 78 Euro aufgenommen haben soll.

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Die Analysten der Erste Group (Erste Group Bank) haben ihre Einstufung für die Aktien der Mayr-Melnhof (Mayr-Melnhof Karton) nach der jüngsten Vorlage von Ergebnissen für das Gesamtjahr 2021 von "Accumulate" auf "Hold" reduziert. Das Kursziel wurde von bisher 210,50 auf nunmehr 168,50 Euro gekürzt. Die Aktien von Mayr-Melnhof schlossen 0,37 Prozent höher bei 163,40 Euro.

Banken und Versicherer zeigten sich europaweit gut nachgefragt. Unter den heimischen Branchenvertretern konnten BAWAG um 2,18 Prozent gewinnen und Erste Group legten 3,26 Prozent zu. Raiffeisen büßten gegen den Trend 4,01 Prozent ein.

Bei den Versicherern gewannen Vienna Insurance Group (Vienna Insurance) 2,14 Prozent an Wert und UNIQA schlossen um 1,84 Prozent fester. Auch die Energieversorger erfreuten sich guter Nachfrage. So verbesserten sich Verbund um 4,89 Prozent und EVN um 2,35 Prozent./ger/pma/APA/ngu

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