Aktien Wien Schluss: US-Drohungen gegen Iran belasten ATX


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WIEN (dpa-AFX) - Markige Drohungen gegen den Iran haben Europas Börsen mehrheitlich in die Verlustzone geschickt. Dem konnte sich auch der Wiener Aktienmarkt nicht entziehen. Der Leitindex ATX verlor am Dienstag zu Handelsschluss 0,26 Prozent auf 5.443,35 Punkte. Der ATX Prime beendete den Tag mit einem Abschlag von 0,31 Prozent auf 2.698,53 Zähler. Die wichtigsten europäischen Börsen rutschten ebenfalls in den Minusbereich.

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Wenig überraschend war der Irankrieg der Auslöser für die Kursrutsche. Die USA fordern vom Iran, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Diese Meeresenge ist ein wichtiger Transportweg, nicht zuletzt für Öl und Flüssiggas. Ob es zu einer raschen Einigung oder gar einer Eskalation mit weiter steigenden Ölpreisen kommt, ist unklar. Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump läuft am Mittwoch um 2.00 Uhr (MESZ) ab. Der US-Präsident will bei einer Ablehnung der Forderung eine "völlige Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken. Bisher zeigte sich der Iran nicht bereit, einzulenken.

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot warnte Trump vor Angriffen auf zivile Infrastruktur. "Wenn wir uns alle gegen Angriffe auf zivile und energetische Infrastrukturen aussprechen, dann vor allem, weil sie nach den Regeln der Kriegsführung und dem Völkerrecht ausgeschlossen sind, und zweitens, weil sie im Falle des Krieges im Iran zweifellos eine neue Phase der Eskalation und Vergeltungsmaßnahmen einleiten würden", sagte Barrot dem Sender France Info.

Vor dem Hintergrund hoher Ölpreise wachsen auch Rezessionsängste unter Investoren der Eurozone weiter. Das Stimmungsbarometer für die Eurozone sackte im April um 16,1 Punkte auf minus 19,2 Zähler ab, wie die Beratungsfirma Sentix zu ihrer monatlichen Umfrage unter 1.047 Anlegern mitteilte. Dies ist das tiefste Niveau seit April 2025. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf minus 9,0 Punkte gerechnet.

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Von Unternehmensseite wurde bekannt, dass der oberösterreichische Triebwerkshersteller Steyr Motors den Kauf des dänischen Marine-Spezialisten BUKH A/S abgeschlossen hat. Wie das Unternehmen mitteilte, erwarb es 100 Prozent der Anteile an BUKH sowie der SLC Ejendomme ApS. Der Kurs der Steyr Motors-Aktie verlor 1,85 Prozent auf 37,20 Euro.

Zum Ende des Handelstags fanden sich ein Großteil der Werte im negativen Bereich. Bestperformer im ATX Prime-Segment war AMAG mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent. Unter den schwergewichteten Werten gewannen OMV 1,1 Prozent. Die Bankenpapiere schlossen unterschiedlich ab. RBI (Raiffeisen) gewannen 0,7 Prozent, die Erste Group (Erste Group Bank) 0,2 Prozent ein. BAWAG büßten hingegen 0,5 Prozent ein. Die Werte kamen damit von Zuwächsen von über einem Prozent zurück.

Am Ende des ATX Prime-Segments lagen Austriacard mit minus 5,4 Prozent und Frequentis mit minus 5,0 Prozent./moe/spa/APA/men

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