Drittes Quartal

BofA-Quartalsideen: Luft nach oben bei Airbus - BASF und LANXESS schwach

01.07.26 15:01 Uhr

BofA Quartalsideen: Airbus kaufen, BASF & LANXESS meiden? | finanzen.net

Die Experten der Bank of Amerika (BofA) haben am Mittwoch ihre Top-Favoriten und die Wackelkandidaten für das dritte Quartal vorgestellt.

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In der ersten Kategorie nennt der Experte Eric Lopez die Aktien von Airbus, Atlas Copco, Compass Group, Ferguson, Kingspan Group, Orsted und RELX. Die aus seiner Sicht klarsten "Underperformer" sind derweil BASF, LANXESS und Legrand.

Bei den im DAX und EuroStoxx 50 gelisteten Airbus-Aktien setzt der zuständige Analyst Ben Heelan darauf, dass der Konzern mit seinem Geschäftsupdate am 21. Juli mittelfristige Ziele für die Zivilflugzeugsparte Commercial nennen wird. Höchstwahrscheinlich werde dies über ein operatives Ergebnisziel (EBIT) passieren, das er auf 10 Milliarden Euro taxiert. Dies wäre aus seiner Sicht ein enormer Kurstreiber. Sein Kursziel liegt bei 258 Euro, die Aktien notieren derzeit bei rund 199 Euro.

Bei BASF befürchtet Matthew Yates derweil nach dem temporär starken zweiten Quartal eine Normalisierung von der kriegsbedingten Sonderkonjunktur. Mit seiner EBITDA-Prognose für das zweite Quartal liegt er sogar über dem Konsens. Eine vermutliche leichte Aufstockung der Jahresziele der Ludwigshafener müsse sich aber an bereits deutlich ambitionierteren Erwartungen messen lassen, schrieb er. Die Aktienbewertung möge auf den ersten Blick historisch gesehen recht niedrig erscheinen, berücksichtige allerdings nicht die ungünstigen strukturellen Veränderungen in der Chemiebranche. Mit seinem Kursziel von 42 Euro liegt Yates klar unter dem Xetra-Niveau von etwa 46,50 Euro.

Bei Lanxess argumentiert er sehr ähnlich und spricht auch hier von sehr hohen Erwartungen. Sein Kursziel von 15 Euro haben die am Mittwoch sehr schwachen Lanxess-Papiere inzwischen aber etwas unterschritten.

Analysten stützen Airbus - Quartalsidee der Bank of America

Angetrieben von positiven Analystenstimmen nähern sich die Airbus-Aktien am Mittwoch erstmals seit Februar wieder der 200-Euro-Marke. Am frühen Nachmittag stieg der Kurs des Flugzeugbauers um zwei Prozent auf 198,40 Euro. In der Spitze hatten nur noch 30 Cent zu der runden Marke gefehlt. Die Aktien des Triebwerkbauers MTU legte um 0,8 Prozent zu.

Airbus bekam gleich zwei positive Einschätzungen von Analysten: Während das Analysehaus MWB eine Kaufempfehlung aussprach, setzte die Bank of America (Bofa) die Papiere auf ihre Liste der besten Anlageideen für das dritte Quartal.

"Rekordauslieferungen im Juni beenden die Debatte über eine Prognosesenkung", argumentierte der MWB-Experte Jens-Peter Rieck für sein neues Votum mit "Buy". Nach dem ersten Quartal sei eine solche befürchtet worden, doch nun hält er im zweiten Jahresviertel eine rekordhohe Auslieferzahl für möglich - trotz aller Herausforderungen. Rieck geht 2026 nun von 870 Jets aus. Dies entspricht dem Jahresziel von Airbus-Chef Guillaume Faury.

Bofa-Analyst Ben Heelan glaubt derweil in seiner Studie, dass der Zwischenbericht am 21. Juli für Airbus zum positiven Kurstreiber wird. Er erwartet dann mittelfristige Ziele für die Zivilflugzeugsparte, für die er perspektivisch von einem Ziel für das bereinigte operative Ergebnis im Größenbereich von zehn Milliarden Euro ausgeht. Dies könnte zwar zunächst einige Anleger enttäuschen, da die durchschnittliche Markterwartung für 2029 schon etwas darüber und für 2030 bereits bei elf Milliarden Euro liege.

Doch bei dieser Betrachtung fehle der Blick für das Wesentliche, schätzt er. Denn mittelfristige Ziele machten das Ertragspotenzial messbar. Airbus habe in der Vergangenheit nur begrenzte Informationen zu mittelfristigen Zielen geliefert, was die Einschätzung von Chancen und Risiken erschwert habe. Konkretere Ziele könnten das Interesse weg von Erstflügen und Auslieferungen und hin zu einer gesünderen mittelfristigen Ausrichtung verlagern.

Für die Airbus-Aktien war die 200-Euro-Marke spätestens im März außer Sichtweite geraten, als ihr Kurs unter 160 Euro abrutschte. Im Januar hatten die Papiere bei 221 Euro noch ein Rekordhoch erreicht. Bis Ende März belasteten neben Auslieferungsproblemen die Sorgen rund um den Iran-Krieg mit seinen Auswirkungen auf die Kerosinversorgung und den Flugverkehr. Zuletzt wendete sich das Blatt dann mit der Hoffnung auf eine nachhaltige Lösung des Konflikts.

/ag/bek/jha/

LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: BASF

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