Analyst zuversichtlich

Trotz Kursrutsch: Analyst sieht bei RENK-Aktie enormes Potenzial - So reagiert Rheinmetall


Trotz Kursrutsch: Analyst sieht bei RENK-Aktie enormes Potenzial - So reagiert Rheinmetall

Die DZ Bank hält trotz der jüngsten Kursschwäche an ihrer Kaufempfehlung für RENK fest, doch Anleger blicken auch auf die breite Entwicklung im Rüstungssektor.

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• DZ Bank bestätigt Kaufempfehlung für RENK
• Rekordauftragsbestand stützt langfristigen Ausblick
• Börse bleibt trotz starker Fundamentaldaten vorsichtig

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Die RENK-Aktie hat seit Jahresbeginn auf XETRA rund 20 Prozent an Wert verloren. Dennoch bleibt die DZ Bank bei dem Rüstungsunternehmen an Bord. Im Nachgang der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory bestätigte Analyst Holger Schmidt am Montag das Kaufvotum für den Augsburger Antriebsspezialisten und senkte den fairen Wert nur geringfügig von 65 auf 64 Euro. Überzeugt hätten ein Konzept für autonome Kettenfahrzeuge sowie ein eigens entwickeltes Getriebe für Radpanzer. Damit stellt sich das Analystenlager - anders als die Börse - weiter hinter die Aktie des im MDAX notierten Konzerns.

Eurosatory liefert den Anlass

Der jüngste Impuls kommt nicht aus den Büchern, sondern von der Leistungsschau in Paris. Auf der Eurosatory zeigte RENK Lösungen für unbemannte und autonome Landfahrzeuge und unterstrich den Anspruch, über das klassische Panzergetriebe hinauszuwachsen. Schmidt verweist darauf, dass Kampf- und Schützenpanzer im Verbund mit Drohnen und weiteren Wirkmitteln auch in der nächsten Dekade gefragt bleiben dürften. Es ist kein Befund allein für RENK. Dieselbe Logik legte die DZ Bank am Montag auch bei HENSOLDT an, deren fairen Wert sie von 98 auf 90 Euro senkte, die Einstufung aber ebenfalls bei Kaufen beließ - auch hier steht seit Jahresstart ein - wenn auch moderateres - Minus von rund acht Prozent in den Anlegerbüchern. Die Botschaft des Analysten ist damit eine Sektorhaltung, kein Einzelruf.

Das Auftragsbuch spricht für RENK

Operativ untermauern die jüngsten Zahlen die positive Lesart. Zum Jahresauftakt 2026, vorgelegt am 6. Mai, meldete RENK mit 582,3 Millionen Euro den höchsten Auftragseingang für ein erstes Quartal der Firmengeschichte. Der gesamte Auftragsbestand kletterte auf einen Rekord von 6,9 Milliarden Euro, mehr als 90 Prozent der für 2026 geplanten Umsätze sind damit vertraglich gesichert. Der Umsatz legte um 4,0 Prozent auf 283,6 Millionen Euro zu (Vorjahresquartal 272,6 Millionen), das bereinigte EBIT stieg um 10,4 Prozent auf 42,4 Millionen Euro (Vorjahr 38,4 Millionen). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 15,0 Prozent nach 14,1 Prozent. Die Jahresprognose bestätigte das Management: über 1,5 Milliarden Euro Umsatz, 255 bis 285 Millionen Euro bereinigtes EBIT.

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Warum der Markt zögert

Genau hier liegt der Bruch. Der Auftragsbestand entspricht rund dem Fünffachen eines Jahresumsatzes, doch in Erlöse übersetzt sich das nur langsam, wie das Umsatzplus von nur vier Prozent zeigt. RENK fährt die Getriebefertigung in Augsburg erst hoch und verlagert wegen Exportauflagen Teile der Produktion in die USA, was Zeit und Kosten bindet. Hinzu kommt der Gegenwind für die Branche. Nachdem der Bund das Fregattenprogramm F126 neu vergeben hatte, gerieten die Verteidigungswerte Ende Juni unter deutlichen Druck, allen voran Rheinmetall.

Die DZ Bank traut RENK einen fairen Wert von 64 Euro zu, bei einem XETRA-Kurs von letztilch 42,18 Euro (-1,38 Prozent) bleibt eine Lücke zwischen Analystenurteil und Börse. Daneben notierte die Aktie von HENSOLDT bei 67,76 Euro 0,3 Prozent im Plus und Rheinmetall-Titel legten 2,02 Prozent auf 990,50 Euro zu.

Claudia Stephan, Evelyn Schmal, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: RENK Group AG, HENSOLDT

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