Deutsche Bank-Aktie nach Hoch seit 2014 im Plus: Goldman Sachs hebt Kursziel deutlich an
Goldman Sachs blickt deutlich optimistischer auf die Deutsche Bank und sieht die Aktie vor einer Phase höherer Profitabilität.
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Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien der Deutschen Bank von 37,00 auf 43,75 Euro angehoben und die Papiere von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. "Die Deutsche Bank startet eine Ära höherer Profitabilität", schrieb Chris Hallam am Dienstag. Angetrieben werde sie durch eine höhere Ertragsdynamik und den operativen Hebel. Besonders positiv hebt Hallam hervor, dass diese Entwicklung ab 2027 mit einer deutlich größeren Flexibilität beim Kapital begleitet werde. Dies alles bekämen die Anleger an der Börse zu einem günstigen Preis.
Deutsche Bank-Chef warnt vor Zurückdrehen von Reformen
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat von der Bundesregierung die Umsetzung der angekündigten Reformen eingefordert. "Wer jetzt darüber diskutiert, Reformen, die angekündigt sind, zurückzudrehen oder angekündigte Maßnahmen wieder vom Tisch zu nehmen, handelt falsch", sagte Sewing bei der Veranstaltung "Banken-Gipfel" des Handelsblatts in Frankfurt. "Koalitionsparteien sollten nicht über den Rückweg sprechen, sondern das Angekündigte konsequent umsetzen."
Die angekündigten Reformen könnten aber nur der Auftakt sein, es brauche mehr Entlastung. "Reformen können zunächst wehtun", fügte er hinzu. Er sei aber überzeugt, dass sich "mutige Reformen" auszahlen werden, sowohl wirtschaftlich als auch politisch.
Mit Blick auf die am Sonntag anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt warnte Sewing vor den populistischen Parteien. "Populistische Parteien geben vor, einfache Antworten zu haben", sagte der Manager. "Tatsächlich propagieren sie Konzepte, die den Grundlagen unseres Erfolgs entgegenstehen: Offenheit, Vielfalt, ein starkes Europa, verlässliche Institutionen und internationale Zusammenarbeit."
"Abschottung, Nationalismus und das Schüren von Misstrauen lösen kein einziges unserer Probleme", so Sewing weiter. "Vielmehr schwächt all das den Standort, schreckt Investitionen und Fachkräfte ab und gefährdet Wachstum."
So reagiert die Aktie
Nach der Kaufempfehlung von Goldman Sachs haben die Aktien der Deutschen Bank am Mittwoch die jüngste Gewinnserie ausgebaut und abermals den höchsten Stand seit Januar 2014 erklommen. Die Papiere legten in der Spitze um zweieinhalb Prozent auf 35,375 Euro zu. Das Niveau konnte die Aktie jedoch nicht halten und gewnan via XETRA zuletzt nur noch um 0,67 Prozent auf 34,74 Euro.
Die Aktie war am 26. August unter anderem wegen gestiegener Zinsen um bis zu fünf Prozent auf etwas mehr als 35 Euro gestiegen und hatte dabei charttechnische Widerstände überwunden sowie den höchsten Stand seit 2014 erreicht. Trotz der Gewinne in den vergangenen Handelstagen hinken die Aktien dem Sektor weiter deutlich hinterher.
Seit Ende 2025 kletterten sie um etwas mehr als sechs Prozent nach oben. Damit entwickelten sie sich 2026 zwar geringfügig besser als der deutsche Leitindex DAX. Im Vergleich zum europäischen Bankensektor haben sie aber noch deutlichen Nachholbedarf: Der Stoxx 600 Banks gewann im Jahresverlauf bereits gut 20 Prozent.
Entsprechend lobte Goldman-Experte Chris Hallam auch den günstigen Preis und rief ein Kursziel von 43,75 Euro aus. "Die Deutsche Bank startet eine Ära höherer Profitabilität", schrieb er. Angetrieben werde sie durch eine höhere Ertragsdynamik und den operativen Hebel.
Besonders positiv hob Hallam hervor, dass diese Entwicklung ab 2027 von einer deutlich größeren Flexibilität beim Kapital begleitet werde.
dpa-AFX / DOW JONES
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