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Google Cloud liefert aber der Markt schaut woanders hin: Alphabet-Aktie zu Unrecht abgestraft?


Google Cloud liefert aber der Markt schaut woanders hin: Alphabet-Aktie zu Unrecht abgestraft?

Google Cloud wächst so stark wie seit Jahren nicht und steigert zugleich die Profitabilität deutlich. Dennoch liegt der Anlegerfokus auf einer anderen Kennzahl.

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  • Google Cloud wuchs im zweiten Quartal um 82 Prozent auf 24,8 Milliarden US-Dollar
  • Die Alphabet-Aktie fiel dennoch deutlich, weil der Konzern die Investitionen erhöht
  • Laut Barron's wird die verbesserte Profitabilität von Google Cloud übersehen
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Alphabet hat am vergangenen Mittwoch nachbörslich Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt, die auf den ersten Blick eigentlich überzeugten: Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden US-Dollar und übertraf die von LSEG erhobene Analystenerwartung von 116,93 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie blieb mit 2,85 US-Dollar knapp unter der Prognose von 2,89 US-Dollar. Dennoch fiel die Alphabet-Aktie im Nachgang der Zahlen deutlich.

Die Investitionsplanung als Auslöser

Auslöser dafür war nicht das Kerngeschäft, sondern die Investitionsplanung: Alphabet erhöhte die Prognose für die Investitionsausgaben 2026 auf 195 bis 205 Milliarden US-Dollar, nach zuvor 180 bis 190 Milliarden US-Dollar, und kündigte einen weiteren deutlichen Anstieg für 2027 an. Allein im zweiten Quartal gab der Konzern 44,9 Milliarden US-Dollar aus, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, was den freien Cashflow auf minus 5,9 Milliarden US-Dollar drückte.

Google Cloud liefert das stärkste Wachstum

Dabei war ausgerechnet das Cloud-Geschäft der stärkste Bereich im Quartal: Der Umsatz von Google Cloud stieg um 82 Prozent auf 24,8 Milliarden US-Dollar, das schnellste Wachstum seit Jahren, und der Auftragsbestand kletterte auf 514 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis der Sparte verdreifachte sich nahezu auf 8,8 Milliarden US-Dollar, die operative Marge kletterte von rund 21 auf etwa 36 Prozent und erreichte damit ein ähnliches Niveau wie bei Marktführer Amazon Web Services.

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Was der Markt übersieht

Wie aus einem Bericht von Barron’s hervorgeht, werde genau dieser Punkt vom Markt derzeit übersehen: Google Cloud sei die einzige der großen Cloud-Sparten, deren Marge im Jahresvergleich steige, um rund 15 Prozentpunkte, während sich die Marge bei Amazons AWS auf Zwölf-Monats-Basis leicht zurückgebildet habe und die Intelligent-Cloud-Sparte von Microsoft, zu der Azure gehört, sogar stärker unter Druck stehe. Auch kleinere, schnell wachsende Cloud-Anbieter wie Oracle und CoreWeave kämpften demnach mit sinkenden Margen, weil die branchenweit steigenden Abschreibungen aus den Investitionen die Ergebnisse belasten.

Ob der Markt diese Einordnung mit der Zeit nachvollzieht oder die Sorge um die Investitionshöhe dominant bleibt, dürfte sich an den nächsten Quartalszahlen zeigen, wenn sich ablesen lässt, ob das Umsatzwachstum bei Google Cloud weiterhin schneller steigt als die Abschreibungen aus den milliardenschweren Investitionen.

Möglicherweise haben Anleger den Schock einige Tage nach der Bilanzvorlage auch langsam verdaut: Die Alphabet-Aktie kann am Montag vorbörslich an der NASDAQ zeitweise um 1,54 Prozent auf 324,00 US-Dollar zulegen.

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Auch Analysten scheint die jüngste Berichtsvorlage nicht von ihrer mehrheitlich positiven Bewertung der Alphabet-Aktie abbringen zu können: Auf TipRanks laufen zwölf der insgesamt dreizehn vergebenen Analystenratings auf "Buy", das durchschnittliche Kursziel von 426,70 US-Dollar bietet noch enormes Aufwärtspotenzial.

Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Fenixx666 / Shutterstock.com, Naypong / Shutterstock.com

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