Angebliche Krebsrisiken

Bayer-Aktie fester: Weiterer Glyphosat-Prozess in USA für Bayer entschieden - Entlassungen in Beratungssparte


Bayer-Aktie fester: Weiterer Glyphosat-Prozess in USA für Bayer entschieden - Entlassungen in Beratungssparte

Bayer hat in den Rechtsstreitigkeiten um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter in den USA einen weiteren Fall gewonnen.

Werte in diesem Artikel
Aktien

49.89 EUR 0.39 EUR 0.79 %

Eine Geschworenen-Jury habe im Fall Kline in Philadelphia zu Gunsten des Agrarchemie- und Pharmakonzerns entschieden, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstagabend sagte. Zudem habe die Klägerseite in einem anderen Fall eine Klage vor dem höchsten Gericht des Bundesstaates Kalifornien freiwillig zurückgezogen.

Werbung

Bayer hatte zuletzt die Mehrheit der Glyphosat-Klagen für sich entschieden. Allerdings sorgten hohe Strafzahlungen in den verlorenen Fällen für Schlagzeilen. Auch daher stand der Fall Kline im Fokus, da Bayer in Philadelphia Ende Januar einen Fall verloren hatte, in dem die Geschworenen den Konzern zur Zahlung von 2,2 Milliarden US-Dollar verurteilt hatten. In den USA werden solch hohe Summen in Berufungsverfahren aber oft deutlich reduziert.

Die Glyphosat-Klagewelle hat Bayer schon 13 Milliarden Euro gekostet, hatte Finanzchef Wolfgang Nickl am Dienstag beim Kapitalmarkttag erklärt. Ende Januar waren noch rund 54 000 Fälle offen. Die Rückstellungen beliefen sich Ende 2023 auf 6,3 Milliarden Dollar (5,7 Mrd Euro).

Bayer-Chef Bill Anderson kündigte am Dienstag auf dem Kapitalmarkttag zudem neue Ansätze im Umgang mit dem Thema an, allerdings ohne konkret zu werden. Am Montag hatte die "Financial Times" berichtet, Bayer ziele in den USA mit Lobby-Arbeit auf rechtliche Änderungen in Bundesstaaten ab. Dabei gehe es darum, den Vorrang von Bundesgesetzen vor dem Recht von Bundesstaaten bei der Kennzeichnung von Unkrautvernichtern wie Roundup zu bekräftigen.

Werbung

Das Thema ist schon lange zentral. Denn Bayer argumentiert, die US-Umweltbehörde EPA als Bundesbehörde habe festgestellt, dass Roundup nicht krebserregend sei und das Produktlabel entsprechend ohne Warnung genehmigt. Daher verhindere Bundesrecht auch in einzelnen US-Staaten Schadenersatzansprüche wegen angeblich mangelhafter Warnungen vor Krebsrisiken.

Bayer entlässt die meisten Mitarbeiter der internen Beratungssparte

Die von Bayer geplante Schließung seiner Inhouse-Beratung Bayer Business Consulting hat zur Folge, dass die meisten der 200 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren. Das bestätigte ein Konzernsprecher am Mittwoch. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte am Dienstag mitgeteilt, dass er Büros in Deutschland, den USA, Brasilien, China und Singapur schließen werde.

Bayer will ab 2026 die Kosten um 2,0 Milliarden Euro senken, was etwa einem Fünftel des für 2024 geplanten operativen Gewinns entspricht.

Werbung

Das Handelsblatt hatte zuerst über den Stellenabbau in der Consulting-Sparte berichtet.

Im XETRA-Handel notierte die Bayer-Aktie zuletzt 2,83 Prozent höher bei 26,69 Euro.

WILMINGTON / MÜNCHEN (dpa-AFX / Dow Jones Newswires)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, Lukassek / Shutterstock.com

Aktuelle Bayer Aktie News

Werbung

Bayer Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Bayer nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
10.09.26 Bayer Buy Deutsche Bank AG
08.09.26 Bayer Overweight Barclays Capital
03.09.26 Bayer Overweight JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Bayer Buy UBS AG
10.08.26 Bayer Hold Jefferies & Company Inc.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.