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Fusionspläne in Italien: Intesa Sanpaolo will Monte dei Paschi schlucken - Aktie uneinheitlich


Fusionspläne in Italien: Intesa Sanpaolo will Monte dei Paschi schlucken - Aktie uneinheitlich

In Italien bahnt sich eine Übernahme an: Die Großbank Intesa Sanpaolo hat Interesse an der Banca Monte dei Paschi di Siena angekündigt.

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Die Fusionswelle unter Italiens Banken geht weiter: Die Turiner Großbank Intesa Sanpaolo will für mehr als 30 Milliarden Euro ihre heimische Konkurrentin Banca Monte dei Paschi di Siena SPA Az nominativa übernehmen, wie sie am Montag mitteilte. Bereits am Wochenende hatte die deutlich kleinere Banco BPM mitgeteilt, mit Monte dei Paschi zusammengehen zu wollen. Damit kündigt sich ein Bieterkampf um die einstige Krisenbank an, die vor neun Jahren vom italienischen Staat vor dem Untergang gerettet worden war.

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Eine Übernahme von Monte dei Paschi wäre der größte Deal in der seit 2024 anhaltenden Fusionswelle unter Italiens Geldhäusern. Im vergangenen Jahr hatte Monte dei Paschi selbst ihre Konkurrentin Mediobanca übernommen, und Banco BPM kaufte den Vermögensverwalter Anima. Der Versuch der Großbank UniCredit, Banco BPM zu kaufen, scheiterte hingegen. Unicredit-Chef Andrea Orcel konzentriert sich seitdem auf eine Übernahme der Frankfurter Commerzbank.

Banco BPM hat ihre potenzielle Offerte für Monte Paschi noch nicht beziffert. Es hatte lediglich geheißen, dass die fusionierte Bank auf einen gemeinsamen Börsenwert von mehr als 50 Milliarden Euro käme. Geplant sei eine Fusion unter Gleichen. Banco BPM selbst ist an der Börse lediglich rund 20 Milliarden Euro wert, woraus sich für Monte dei Paschi eine Bewertung von rund 30 Milliarden ergibt.

Intesa Sanpaolo ist mit einem Börsenwert von knapp 100 Milliarden Euro deutlich größer. Für jede Monte-dei-Paschi-Aktie bietet das Institut 1,6 Intesa-Aktien plus einen Euro in bar. Dies entspricht zusammen gut 10 Euro und liegt 12,5 Prozent über dem Schlusskurs der Monte dei Paschi vom Freitag. Insgesamt bewertet das Gebot das Geldhaus aus Siena mit rund 30,6 Milliarden Euro.

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Im Zuge der Übernahme würde Monte dei Paschi keineswegs ganz in dem Turiner Geldhaus aufgehen: Um kartellrechtlichen Bedenken vorzubeugen, will Intesa die Marke Monte dei Paschi, rund die Hälfte von deren Filialen, den Großteil der Konzernzentrale und weitere Vermögenswerte an den Versicherer Unipol verkaufen. Unipol werde dafür etwa 3 bis 3,5 Milliarden Euro bezahlen, hieß es weiter.

Etwa 635 Geschäftsstellen von Monte dei Paschi sollen an Unipol gehen, die restlichen 625 an Intesa. Die jüngst von Monte dei Paschi übernommene Bank Mediobanca soll samt ihrer Marke bei Intesa landen.

Bankchef Carlo Messina verspricht sich von dem Vorhaben Synergien von rund 2,9 Milliarden Euro vor Steuern. Diese würden im Jahr 2029 erreicht. Davon soll mit 1,5 Milliarden gut die Hälfte aus Kostensenkungen und der Rest aus höheren Erträgen stammen. Andererseits erwartet er einen Integrationsaufwand von 2,1 Milliarden Euro, der nach Steuern mit 1,4 Milliarden Euro zu Buche schlagen würde.

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Das Geldhaus aus Turin will auch die mit der Übernahme verbundene 13-prozentige Beteiligung am Versicherer Assicurazioni Generali behalten und zudem um etwa 3 Prozentpunkte aufstocken. Dabei handele es sich um eine reine Finanzbeteiligung, beteuerte Intesa. Generali hatte in der jüngeren Vergangenheit wiederholt Übernahmeinteresse auf sich gezogen.

Monte dei Paschi springen hoch - Bieterkampf bahnt sich an

Ein Übernahmekampf im italienischen Bankensektor hat die Aktien der beteiligten Institute am Montag spürbar bewegt. Die Aktien der Banca Monte dei Paschi sprangen zu Wochenbeginn um 11,5 Prozent nach oben. Banco BPM legten 1,3 Prozent zu, während Intesa Sanpaolo 2,9 Prozent einbüßten.

"Die Umgestaltung der italienischen Finanzlandschaft nimmt nun spürbar Fahrt auf", kommentierte Filippo Alloatti vom Vermögensverwalter Federated Hermes. Analyst Antonio Reale von der Bank of America hält die bei der möglichen BPM-Fusion angepeilten Synergien für realistisch. Intesa biete wiederum einen deutlichen Aufschlag auf den jüngsten Aktienkurs.

TURIN/SIENA/VERONA/MAILAND (dpa-AFX)

Bildquellen: Quka / Shutterstock.com, Cineberg / Shutterstock.com

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DatumRatingAnalyst
11.06.26 Intesa Sanpaolo Kaufen DZ BANK
08.06.26 Intesa Sanpaolo Buy Jefferies & Company Inc.
08.06.26 Intesa Sanpaolo Outperform RBC Capital Markets
28.05.26 Intesa Sanpaolo Overweight JP Morgan Chase & Co.
18.05.26 Intesa Sanpaolo Buy Goldman Sachs Group Inc.