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APA ots news: Barrierefreiheit im Zahlungsverkehr: Wie der digitale Euro finanzielle Teilhabe stärken kann

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AccessibleEU, die Hilfsgemeinschaft der Blinden und

Sehschwachen Österreichs und die OeNB laden zur

Informationsveranstaltung am 7. September 2026

Wien (APA-ots) - Am 7. September 2026 laden AccessibleEU, das Europäische

Ressourcenzentrum für Barrierefreiheit der Europäischen Kommission,

die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs und

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die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ab 10 Uhr zu einer

Informationsveranstaltung rund um die Themen digitaler Euro und

finanzielle Inklusion. Die Teilnahme ist sowohl vor Ort in den

Räumlichkeiten der OeNB am Otto-Wagner-Platz 3 in Wien als auch

online möglich. Expert:innen aus Gesetzgebung, Forschung,

Finanzbranche und Zivilgesellschaft diskutieren, wie das Finanzsystem

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inklusiv, sicher und wettbewerbsfähig gestaltet werden kann - für

Menschen mit Behinderungen ebenso wie für eine zunehmend älter

werdende Gesellschaft.

Zwtl.: Rund 600.000 Menschen in Österreich von digitaler finanzieller

Exklusion betroffen

Eine aktuelle Studie von L&R Sozialforschung im Auftrag der OeNB

liefert nun erstmals Erkenntnisse zum Ausmaß digitaler finanzieller

Exklusion in Österreich. Sie werden im Rahmen der Veranstaltung

präsentiert und anschließend mit Expert:innen aus Wissenschaft und

Praxis diskutiert.

Das zentrale Ergebnis: Rund 8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung

- hochgerechnet etwa 600.000 Menschen - können digitale Finanzdienste

nicht oder nur mit persönlicher Unterstützung nutzen. Besonders hoch

ist die Betroffenheit bei wohnungslosen Personen (45 Prozent),

Personen mit geringer Sprachkompetenz in deutscher Sprache (36

Prozent), geflüchteten Menschen und Menschen mit Behinderungen (je 22

Prozent) sowie Senior:innen über 80 Jahren (18 Prozent). Als

häufigste Ursachen nennen die Befragten geringes Vertrauen in die

Datensicherheit, fehlende Unterstützung sowie Probleme mit Sprache

und Zugänglichkeit.

Zwtl.: Barrierefreiheit als Voraussetzung für einen digitalen Euro

für alle

"Der digitale Euro wird nur dann ein europäischer Erfolg, wenn

ihn alle Menschen selbstständig, sicher und ohne Barrieren nutzen

können. Barrierefreiheit muss deshalb von Anfang an Teil seiner

Entwicklung sein", so Klaus Höckner, Vorstandsmitglied der

Hilfsgemeinschaft und AccessibleEU National Expert für Österreich.

Aus über 30 Jahren Expertise in digitaler Barrierefreiheit weiß er,

dass diese nicht nur für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit

Behinderungen entscheidend ist.

Seit 2025 machen der European Accessibility Act und das

österreichische Barrierefreiheitsgesetz Barrierefreiheit auch im

Finanzsektor verbindlich. Wie die Umsetzung in der Praxis gelingt,

zeigen Beiträge zu Barrierefreiheitsnormen im Bankbereich sowie zu

barrierefreier Innovation. Rein digitale Lösungen reichen dabei nicht

aus: Bargeld hat sich als Zahlungsmittel für alle bewährt und ist

daher Thema eines eigenen Vortrags.

Zwtl.: Der digitale Euro nimmt Form an

"Barrierefreie Zahlungslösungen gibt es heute einige, aber sie

funktionieren alle unterschiedlich. Der Vorteil des digitalen Euro

ist eine einheitliche, durchgängig barrierefreie Nutzungserfahrung,

die überall im Euroraum gleich funktioniert", so Petia Niederländer,

die in der OeNB für den digitalen Euro zuständige Direktorin der

Hauptabteilung Zahlungsverkehr, Risikoüberwachung und Finanzbildung.

Ein Vertreter der Europäischen Zentralbank präsentiert, wie der

digitale Euro konkret Form annimmt. Gemeinsam mit

Zahlungsdienstleistern werden die Auswirkungen einer möglichen

Einführung diskutiert, die bereits 2029 erfolgen soll.

Zwtl.: Gebündelte Expertise

Bereits 2024 hat die OeNB eine Arbeitsgruppe zu finanzieller

Inklusion und digitalem Euro ins Leben gerufen. Ziel ist, gemeinsam

mit über 35 Organisationen, darunter NGOs, Interessenvertretungen und

von Ausgrenzung bedrohte Bevölkerungsgruppen an der Entwicklung eines

digitalen Euro für alle mitzuwirken, finanzielle Inklusion in

Österreich zu fördern und über den digitalen Euro zu informieren.

Damit übernahm die OeNB früh eine Vorreiterrolle unter den nationalen

Zentralbanken und setzt auf europäischer Ebene laufend wichtige

Impulse.

Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs

arbeitet in dieser Arbeitsgruppe mit. Neben ihrer langjährigen

Expertise im Bereich digitaler Barrierefreiheit bringt sie ein, was

blinde und sehbehinderte Menschen im Zahlungsalltag brauchen. Wie

Finanzbildung und verständliche Kommunikation digitale Teilhabe

fördern können, diskutieren Betroffene sowie Expertinnen und

Experten.

Hinweis: Seit dem Start des Projekts steht die OeNB im aktiven

Austausch mit österreichischen Unternehmen, Organisationen und der

Bevölkerung. Dabei achten wir darauf, Fragen, Unsicherheiten und

Diskussionspunkte klar und verständlich zu beantworten. Bei Fragen

oder für Informationen zum digitalen Euro wenden Sie sich bitte an

digitalereuro@oenb.at.

Weiterführende Links

AccessibleEU: Europäisches Ressourcenzentrum für Barrierefreiheit

Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs

OeNB: Studie zur Betroffenheit von digitaler finanzieller

Exklusion

EZB: Digitaler Euro

Rückfragehinweis:

Oesterreichische Nationalbank

Pressesprecherin

Mag.a Marlies Schroeder, MiM

Telefon: (+43-1) 404 20-6900

E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at

Website: https://www.oenb.at

Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs

Leitung Kommunikation | Pressesprecherin

Mag.a Viktoria Antrey

Telefon: (+43-1) 330 35 45 82

viktoria.antrey@hilfsgemeinschaft.at

www.hilfsgemeinschaft.at

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