Auftragsbestand der deutschen Industrie sinkt im April
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Corona-Krise hat im April nur moderate Auswirkungen auf den Auftragsbestand der deutschen Industrie gehabt. Der Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe sank um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Dabei gingen die offenen Aufträge aus dem Inland um 1,2 Prozent zurück, der Bestand an Auslandsaufträgen verringerte sich um 1,0 Prozent.
"Die starken Rückgänge der Auftragseingänge im April in Folge der Corona-Pandemie hatten damit nur moderate Auswirkungen auf den Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe", erklärte Destatis. "Insbesondere zeigen die Daten an, dass die Industriebetriebe im April insgesamt keine außergewöhnlich umfangreichen Auftragsstornierungen registriert haben."
Die Reichweite des Auftragsbestands erhöhte sich leicht und betrug im April 5,9 Monate (März: 5,8 Monate). Selbst wenn die Auftragseingänge abrupt stoppen würden, könnten die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Durchschnitt für diese Zeitspanne weiter produzieren.
Besonders gut gefüllt sind die Auftragsbücher bei den Herstellern von Investitionsgütern. Bei ihnen reicht der Auftragsbestand 8,3 Monate. Bei den Produzenten von Vorleistungsgütern liegt die Reichweite nur bei 2,9 Monaten, bei den Herstellern von Konsumgütern nur bei 2,3 Monaten.
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June 17, 2020 02:11 ET (06:11 GMT)