Auftragsbestand der deutschen Industrie sinkt im März
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Corona-Krise hat im März noch keine deutlichen Effekte auf den Auftragsbestand der deutschen Industrie gehabt. Der Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe sank um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Dabei gingen die offenen Aufträge aus dem Inland um 1,3 Prozent zurück, der Bestand an Auslandsaufträgen verringerte sich um 0,6 Prozent.
Die Reichweite des Auftragsbestands betrug wie im Vormonat 5,8 Monate. Selbst wenn die Auftragseingänge abrupt stoppen würden, könnten die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Durchschnitt für diese Zeitspanne weiter produzieren.
"Die Corona-Pandemie hatte im März 2020 damit noch keine deutlichen Effekte auf den Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland", erklärten die Statistiker. "Insbesondere zeigen die Daten an, dass die Industriebetriebe im März insgesamt keine außergewöhnlich umfangreichen Auftragsstornierungen registriert haben."
Besonders gut gefüllt sind die Auftragsbücher bei den Herstellern von Investitionsgütern. Bei ihnen reicht der Auftragsbestand 8,0 Monate. Bei den Produzenten von Vorleistungsgütern liegt die Reichweite nur bei 3,0 Monaten, bei den Herstellern von Konsumgütern nur bei 2,3 Monaten. In allen genannten Bereichen lagen die Reichweiten auf dem Niveau des Vormonates.
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May 19, 2020 02:10 ET (06:10 GMT)