Auftragseingang der deutschen Industrie im Januar höher als erwartet


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich im Januar deutlich besser als erwartet entwickelt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) stieg er gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent und lag kalenderbereinigt um 7,3(Dezember: 5,9) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg von nur 0,6 Prozent prognostiziert. Ohne Großaufträge ergab sich ein Zuwachs von 0,8 Prozent. Den für Dezember gemeldeten Anstieg bei den gesamten Auftragseingängen von 2,8 Prozent revidierten die Statistiker auf 3,0 Prozent.

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Die Inlandsbestellungen verringerten sich im Januar auf Monatssicht um 8,3 (plus 11,4) Prozent, während die Auslandsaufträge um 9,4 (minus 2,4) Prozent zunahmen, wobei die aus dem Euroraum um 2,6 (minus 1,9) Prozent zurückgingen, aber die von außerhalb des Euroraums um 17,0 (minus 2,7) Prozent stiegen. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern sanken um 2,6 (plus 3,4) Prozent und die von Konsumgütern um 4,6 (plus 5,8) Prozent. Die Bestellungen von Investitionsgütern erhöhten sich dagegen um 5,5 (plus 2,5) Prozent.

Das Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) erklärte, die aktuellen geopolitischen Entwicklungen führten zu einer enorm hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren Nachfrage. "Unsicher ist auch, inwiefern die Produzenten den hohen Auftragsbeständen angesichts von Lieferengpässen und Materialknappheiten in naher Zukunft nachkommen können."

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/jhe

(END) Dow Jones Newswires

March 07, 2022 02:11 ET (07:11 GMT)

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