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Infineon-Aktie stürzt dritten Tag in Folge ab: Warum Anleger jetzt nervös werden


Infineon-Aktie stürzt dritten Tag in Folge ab: Warum Anleger jetzt nervös werden

Ein globaler Ausverkauf bei Speicherchips reicht nun bis zum DAX - und die Infineon-Aktie gerät bereits den dritten Handelstag in Folge unter Druck.

Werte in diesem Artikel
Aktien

57.30 EUR -5.20 EUR -8.32 %

  • Infineon-Aktie erneut tief im Minus
  • Weltweiter Ausverkauf bei Speicherchips drückt auch auf den DAX-Wert
  • Am 5. August legt Infineon die nächsten Quartalszahlen vor
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Die Infineon-Aktie verliert via XETRA zeitweise 6,73 Prozent und fällt auf 57,35 Euro. Damit rutscht der Wert bereits den dritten Handelstag in Folge tief ins Minus. Schon am Montag war das Papier mit deutlichen Abschlägen der schwächste Wert im DAX, nun zieht ein weltweiter Ausverkauf bei Speicherchipherstellern den Kurs weiter nach unten. Innerhalb einer Woche summiert sich das Minus nun bereits auf knapp 10 Prozent.

Ausverkauf bei Speicherchips als Auslöser

Der Kursrückgang bei Infineon folgt einem branchenweiten Abverkauf. Sorgen über Chinas Aufholjagd bei Speicherchips für künstliche Intelligenz und eine Neubewertung der hohen KI-Bewertungen erfassen am Dienstag Chiphersteller rund um den Globus, von Asien bis in die USA. Auch wenn Infineon schwerpunktmäßig Leistungshalbleiter für Auto und Industrie liefert und keine Speicherchips herstellt, wird der Titel im Sog der breiten Sektorbewegung mit nach unten gezogen.

Mehrwöchige Korrektur setzt sich fort

Der aktuelle Rückgang ist Teil einer länger laufenden Korrektur. Vom Rekordhoch bei knapp 90 Euro von Anfang Juni 2026, hat sich der Kurs mittlerweile um mehr als ein Drittel entfernt. Anfang Juli 2026 hatte der Bruch der 50-Tage-Linie ein erstes technisches Verkaufssignal ausgelöst, seither bleibt der Titel in einem Abwärtstrend gefangen.

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Infineon-Aktie: Analysten uneins über den fairen Wert

Unter Analysten ist die Einschätzung zur Aktie gespalten. Die UBS beließ Infineon am 2. Juli bei Neutral mit einem Kursziel von 61 Euro, nahe am aktuellen Kurs. Jefferies bestätigte am selben Tag die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 96 Euro und verweist auf die robuste Nachfrage aus dem KI-, Auto- und Industriegeschäft. Die DZ Bank hat den fairen Wert der Infineon-Aktie am 22. Juli von 70 auf 77 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Analyst Dirk Schlamp sieht dank des breit aufgestellten Produktportfolios des Halbleiterkonzerns zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich Robotik. In seiner aktuellen Studie erhöhte er zudem seine Umsatz- und Gewinnprognosen für die Geschäftsjahre 2026/27 sowie 2027/28.

Kurzfristig richtet sich der Blick auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch und die Quartalsberichte mehrerer US-Technologiekonzerne am selben Tag, die die Stimmung im gesamten Chipsektor beeinflussen dürften. Der nächste eigene Prüfstein für Infineon folgt am 5. August, wenn der Konzern seine Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres vorlegt.

Bettina Schneider, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images

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DatumRatingAnalyst
22.07.26 Infineon Kaufen DZ BANK
03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG