Autoverbände fordern bundesweite Neuzulassung von Fahrzeugen


Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die führenden Verbände der Automobilbranche haben gefordert, trotz der Maßnahmen in der Corona-Krise eine bundesweite Neuzulassung von Fahrzeugen zu ermöglichen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) appellierten an Bund, Länder und Kommunen, durch rasches Handeln Insolvenzen und Job-Verluste im Kfz-Handel abzuwenden, die aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus drohten.

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"Bundesweit steht der Automobilhandel derzeit vor massiven Problemen", erklärten die Verbände. Die vorgeschriebene Schließung von Verkaufsstellen treffe die Händler sehr hart. Viele Unternehmer versuchten, den Geschäftsbetrieb telefonisch oder digital aufrechtzuerhalten. "Sie stoßen jedoch auf erhebliche Schwierigkeiten: Kfz-Zulassungsbehörden haben zum Teil die Arbeit eingestellt", beklagten VDA, VDIK und ZDK. "Die Neuzulassung der Fahrzeuge kann damit nicht erfolgen." Viele Händler könnten bestellte und zur Auslieferung bereite Fahrzeuge nicht an Kunden übergeben.

Dieser Fahrzeugbestand binde Kapital, das für Händler aktuell besonders wichtig für das wirtschaftliche Überleben sei. "Daher sind unbürokratische Lösungen gefragt, um Zulassungen durch Händler weiterhin bundesweit zu ermöglichen", forderten die Verbände. Sie schlugen eine "gebündelte Abwicklung von Zulassungen über den Handel" vor, die gefahrlos und durch Schleusen für Dokumente und Schilder ohne körperlichen Kontakt zwischen Menschen erfolgen könnte. Zunehmend schwierig sei auch die Übergabe von bereits zugelassenen Fahrzeugen an Käufer.

Eine Lösung könne darin bestehen, dass Fahrzeugübergaben ohne jeglichen nahen Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer erfolgten. Die Voraussetzungen hierfür seien in den Autohäusern gegeben. "Die Politik wird aufgefordert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Fahrzeugübergaben bundesweit einheitlich möglich sein können", erklärten die drei Autoverbände. Für den Hochlauf nach dem Produktionsstopp insgesamt sei wichtig, dass dann bei den Händlern genügend freie Stellflächen zur Verfügung stünden, "sonst kann auch nicht neu produziert werden".

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Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/ank/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 31, 2020 05:29 ET (09:29 GMT)

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