Baerbock verurteilt Russlands atomare Drohgebärden scharf


NEW YORK (dpa-AFX) - Außenministerin Annalena Baerbock hat die atomaren Drohgebärden Russlands vor den Vereinten Nationen scharf verurteilt und für die Abrüstung von Nuklearwaffen geworben. Russland habe wiederholt "rücksichtslose nukleare Rhetorik" verwendet, mit der es die Bemühungen der letzten 50 Jahre um die Eindämmung von Atomwaffen aufs Spiel setze, sagte sie am Montag in ihrer Rede bei der UN-Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags. Mit der Ukraine habe Russland ein Land ohne Atomwaffen angegriffen und damit frühere Zusicherungen "brutal verletzt".

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Trotz der verschärften Bedrohungslage setzte sich Baerbock für konkrete Abrüstungsschritte ein. "Ich bin hier, um die regelbasierte internationale Ordnung zu verteidigen", sagte sie. "Für uns und für künftige Generationen steht viel auf dem Spiel." Für sie sei das Ziel der Konferenz ein Bekenntnis zu den Prinzipien des Atomwaffensperrvertrags.

Die Vereinbarung bildet seit mehr als 50 Jahren die Grundlage für die Kontrolle der heute noch etwa 13 000 Atomwaffen weltweit. Er besagt, dass nur die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien Atomwaffen besitzen dürfen. Die vier anderen mutmaßlichen Atommächte Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea sind dem Vertrag entweder nicht bei- oder wieder ausgetreten. Ziel des Vertrags ist es, die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, nukleare Abrüstung voranzutreiben und die friedliche Nutzung von Kernenergie zu fördern./mfi/scb/DP/he

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