BASF prüft Bau einer neuen MDI-Anlage in Indien
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LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF prüft den Bau einer neuen Anlage für das Kunststoff-Vorprodukt MDI in Indien. Im Rahmen einer fortgeschrittenen Machbarkeitsstudie habe sich das Unternehmen bereits ein Industriegrundstück in Dahej im Bundesstaat Gujarat für das mögliche Vorhaben gesichert, teilte der DAX-Konzern am Montag mit. Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) dient vor allem als Grundstoff für Polyurethan-Produkte, die etwa in der Gebäudedämmung, der Kältetechnik, in der Automobil- und Möbelindustrie sowie in Konsumgütern eingesetzt werden.
"Indien zählt zu den attraktivsten Wachstumsmärkten weltweit. Für zahlreiche Branchen erwarten wir eine starke Nachfrage", erläuterte Vorstandsmitglied Stephan Kothrade. Das Unternehmen könnte mit einer lokalen Produktion Kunden in Indien und benachbarten Märkten mit MDI versorgen.
Die endgültige Investitionsentscheidung hänge von den Ergebnissen der laufenden Machbarkeitsstudie sowie den erforderlichen Genehmigungen ab, hieß es weiter. Am Standort Dahej betreibt die indische BASF-Tochtergesellschaft eine sogenannte MDI-Splitteranlage sowie Polyurethan-Produktionsanlagen.
BASF betreibt mehrere MDI-Produktionsanlagen. Derzeit steht die rund eine Milliarde US-Dollar teure Erweiterung des MDI-Werks in Geismar in den USA vor dem Abschluss. Weitere MDI-Produktionsanlagen betreiben die Ludwigshafener in Antwerpen (Belgien), in Chongqing und Caojing (China) sowie in Yeosu (Südkorea)./mne/mis
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