Baugewerbe fordert Rettungsschirm für Kommunen


BERLIN (Dow Jones)--Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) hat angesichts der jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts erneut weitere Hilfsgelder für die Kommunen zur Ankurbelung von Investitionen gefordert. "Der Investitionsstau ist hoch", sagte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Die Coronavirus-Pandemie habe die kommunalen Haushalte vor große Herausforderungen gestellt. "Wir setzen uns daher für einen zweiten Rettungsschirm des Bundes und der Länder für die Kommunen ein."

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Laut Destatis lagen die Umsätze der Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal 2021 bei 16,4 Milliarden Euro und damit um rund 9,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. "Im ersten Quartal haben der Wintereinbruch und die planmäßige Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes die Baukonjunktur merklich eingebremst", konstatierte Pakleppa. Auch im März hätten die Umsätze im Wirtschaftsbau mit rund 3,1 Milliarden Euro (minus 5,0 Prozent) und öffentlichen Bau mit etwa 2,3 Milliarden Euro (minus 2,0 Prozent) nicht das Vorjahresniveau erreicht. Im Wohnungsbau sehe man rund 2,0 Milliarden Euro hingegen "ein schmales Plus" von 0,7 Prozent.

"Mit Blick auf die kommenden Monate machen uns die Probleme in der Lieferkette mit Baumaterial große Sorgen", betonte der ZDB-Hauptgeschäftsführer. Bei Kunststoffen und Holz blieben vielfach Lieferungen aus, bei Stahl und Metallen gebe es deutliche Preiserhöhungen. So zeige sich bei Holz jetzt eine Steigerung zum Vorjahreswert von 35,7 Prozent und gegenüber Dezember 2020 von immerhin 27,2 Prozent. Die Engpässe hätten das Potenzial, die Baustellen im Sommer zum Erliegen zu bringen. "Unsere Unternehmen befürchten Baustellenstopps und Kurzarbeit", so Pakleppa. Bei den Auftragseingängen bleibe die Nachfrage im Wohnungsbau hoch, und die aus der Wirtschaft sei volatil.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 25, 2021 04:22 ET (08:22 GMT)

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