BayernLB-Gewinn sinkt - Online-Tochter DKB expandiert


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MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Die langjährige Wirtschaftskrise lässt die Gewinne der BayernLB sinken. Der Nettoüberschuss ging im vergangenen Jahr um 16 Prozent zurück, lag aber vor allem dank der wachsenden Online-Tochterbank DKB nach wie vor bei gut einer Milliarde Euro. Der DKB-Vorstand kündigte gleichzeitig in Berlin eine ehrgeizige Expansionsstrategie für die nächsten fünf Jahre an. Die schwache Konjunktur zog vor allem das Firmenkundengeschäft der Münchner Mutter in Mitleidenschaft.

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Die BayernLB hat ihre eigenen Erwartungen in den vergangenen Jahren regelmäßig übertroffen. Das liegt unter anderem daran, dass Vorstandschef Stephan Winkelmeier zu Jahresbeginn routinemäßig vorsichtige Prognosen abgibt. Für 2025 hatte Winkelmeier mehr als eine Milliarde Euro Vorsteuergewinn in Aussicht gestellt, am Ende war es dann mit knapp 1,4 Milliarden Euro deutlich über eine Milliarde. Eigentümer des Konzerns sind das Land Bayern und die bayerischen Sparkassen.

DKB verdient das meiste Geld

Den Großteil dieses Vorsteuergewinns steuerte mit knapp 1,2 Milliarden Euro die DKB bei, mit 5,9 Millionen Kunden zweitgrößte deutsche Online-Bank nach der ING (ING Group) Diba. Der DKB-Vorstand kündigte bis 2030 Investitionen von einer halben Milliarde Euro in IT und Künstliche Intelligenz an, Ziel für 2030 sind 1,6 Milliarden Euro Vorsteuergewinn. "Wir treten nicht auf die Bremse, sondern erhöhen bewusst das Tempo", sagte DKB-Vorstandschef Sven Deglow.

Gelingen soll das durch vor allem durch einen Ausbau des Wertpapiergeschäfts. Die DKB hofft, die Zahl der Wertpapierdepots ihrer Kundschaft von derzeit rund 900.000 auf über zwei Millionen erhöhen zu können.

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Münchner Mutterkonzern bleibt vorsichtig

Anders als die DKB hat die eigentliche BayernLB keine Privatkunden, sondern betreut ausschließlich Unternehmen. Im Firmenkundengeschäft macht sich die anhaltende Konjunkturflaute bemerkbar. Die BayernLB erhöhte ihre Risikovorsorge für potenziell ausfallgefährdete Kredite beträchtlich, so dass der Vorsteuergewinn in diesem Bereich um fast 100 Millionen auf 140 MiIlionen Euro zurückging.

Auf der anderen Seite profitierte die BayernLB von der allmählichen Wiederbelebung des Immobiliengeschäfts, der Vorsteuergewinn legte um gut 100 MiIlionen auf 226 Millionen Euro zu.

Der Ausblick bleibt zurückhaltend. Für dieses Jahr stellte der BayernLB-Vorstand ein Vorsteuerergebnis zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Euro in Aussicht, wegen der unsicheren Weltlage wie schon in den vergangenen Jahren unter Vorbehalt./cho/DP/men

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17.08.26 ING Group Hold Jefferies & Company Inc.
07.08.26 ING Group Buy Goldman Sachs Group Inc.

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