BDI fordert von nächster Regierung niedrigere Unternehmensteuern


Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Industrie fordert von der kommenden Bundesregierung attraktivere Unternehmensteuern, um einen Innovationsschub für den Standort Deutschland zu generieren. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) schlägt dazu ein Sofortprogramm vor. Die Steuerbelastung der Unternehmen sollte von derzeit rund 30 Prozent auf 25 Prozent gesenkt werden. Steuererhöhungen lehnt der BDI ab.

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"Attraktive Unternehmensteuern sind eine wesentliche Voraussetzung zur Stärkung der Wirtschaft nach der Krise und eine notwendige Rückführung der Staatsverschuldung", erklärte der BDI in seinem Sofortprogramm für eine wachstumsfördernde Steuerpolitik der Zukunft. "Steuererhöhungen zulasten von Beschäftigung oder die Wiedereinführung einer Vermögensteuer sind daher der falsche Weg und kontraproduktiv."

In ihrem 5 Punkte-Plan fordert der BDI weiterhin, dass Abschreibungen und Verlustverrechnungen verbessert werden, um Unternehmen und Arbeitsplätze zu sichern. Demnach sollte es eine zeitlich unbefristete degressive Abschreibung für bewegliche Anlagegüter und Sofortabschreibungen für Investitionen in die Digitalisierung und in den Klimaschutz geben. Auch sollte der Verlustrücktrag auf mindestens zwei Jahre ausgeweitet und das Rücktragsvolumen spürbar erhöht werden.

Der Industrieverband forderte außerdem, dass die neue globale Mindeststeuer so umgesetzt wird, dass Doppelbelastungen der Unternehmen vermieden und überschießende Bürokratie beseitigt werden. Auch sollten Umweltsteuern standortfreundlich reformiert werden. Denn Deutschland lege bei den Energiesteuern an der Spitze und die Unternehmen zahlten in Deutschland die höchsten Strompreise in der Europäischen Union, monierte der Verband. Der BDI schlug daher vor, die Stromsteuer in Deutschland spürbar auf den EU-Mindeststeuersatz zu senken und wettbewerbsfähige Energiekosten für die energieintensive Industrie zu gewährleisten.

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Weiterhin soll die kommende Bundesregierung nach dem Willen des BDI die Steuerverfahren modernisieren, indem man die Kooperation zwischen Finanzverwaltung und Unternehmen verstärkt, steuerliche Prozesse vollständig digitalisiert und die Digitalisierung vorantreibt.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/kla

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October 12, 2021 05:15 ET (09:15 GMT)

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